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zeßin Amalia und der Herzog von Graffton sind diLsesmahl die glücklichsten gewesen, und haben «rehr als 5002. Girmees gewonnen, dahingegen die Grafen von Aschburnham, Hertford, Nor- Lhuarberland und der Marquis um Harrington, ansehnliche Suminen verlohren haben. Seine Majestät, der König, nebst denen Prinzen tmd Prinzeßinnen, retirirten sich um Mitternacht, die übrige Gesellschaft aber bliebe bis des Morgens umtthr beyjammen.

Coppenhagen, den rr.Jan.

DasOst -Indische Compagnie- Schiff, so nach Tranquebnr bestimmtist, hat bey der letzten Auf- thauung des Meers viel gelitten; -indem das Eiß ihm alle Kabels von seinen Ankern abgeschmt- ten, und es nach den Schwedischen Cüsten verschla­gen hat. Endlich bat es unsere Rheede wieder ge­wonnen, um sein abgeplattetes Volk zu erfrischen, und den gelittenen Schaden herzusteüen. Man besorgt, daß es noch einmal in das Eis kommen werde, indem der Frost seit einigen Tagen aufs Neue wieder eingefallen ist.

Leipzig, den 14. Jan.

Da man in hiesiger Gegend eine grosse Näu- ber-Bande entdecket hat, worunter sich Perso­nen befinden sollen, von deren Geburt man bas öffentliche Stehlen eben nicht vermuthen ist; so hat man auf eingegangenen Befehl vom Hofe ei- ne General - Visitation mit Zuziehung eines De- taschements Dragoner allhier angestellet, da man denn viele von dieser Bande ertappet, und zur gefänglichen Haft gebracht hat.

Neapolis, den 15. Jan.

Nicht nur im Neapolitanischen, sondern auch in Sicilien werden die Trommeln gerühret, um Recrouten zu werben, es ist aber der Zulauf bls hieher noch gering gewesen, indem in den 3 letz­ter» Monaten ix deyden Königreichen kaum 7. bis 800. Mann angeworben worden. Ungeach­tet aller Bemühungen, so die Freunde derer letzk- gemeldteten 6 . Herren, welche im Castell de! Ovo, wegen des verbotenen Spiels eingefperret sitzen, bis hieher angewendet haben, und ohnerachtet mehr als ro. Bittschriften, so dem König ihrent- «egen überreicht worden, bleiben Gerne Königl Majestät in fester Entschlieffung, die Schuldige zur Ausstehung der völligen Strafe zu verdam­men, also, daß nicht zu zwerflen, daß dieselbe beuchst denen confiftirren grossen Geld-Summen

> auch noch $. Jahr lang ausser dem Bez-rk der Stabt Neapolis verbannet werden sollen.

Amsterdam, den k». Jan.

Als es gestern schiene, daß der gemeine Pöbel einen Aufstand erregen möchte, so versammlet- sich unser Magistrat im Stadt» Hank, lieft? die Trommel rühren und die Bürgerschaft m die Waffen kommen, um diesen Pöbel rm Zaum za halten, wer! man anfangs glaubte, baß besagter Pobel etwas wichtiges im Sinn habe, weil der­selbe solchen Lermen errege. Endlich wurde in Erfahrung gebracht, daß diese ganze Unruhe nur auf einen tobten Leichnam abzi le- Dann er war ein schlechter Mann, mit Namen Naap, ft Caf- fee, Thee, und Cdoccvlade verkaufet, gestorben, und es hiesse, daß dessen Leichnam mit 'den ge­wöhnlichen Eeremvnim solle zu Grabe gebracht werden , worüber aber der Pöbel sich versamm­let und damit umgienge, desftn Leichnam wegzu­nehmen, und an einen Galgen zu hängen; da aber der Pöbel vernähme, daß den folgenden Tag die Leichnam solle begraben werden, ft gienge er wieder auseinander, käme aber den andern Tag in grösserer Anzahl wieder zusammen, und zwar in der Gegend, wo das Stadt < Haus stehet. Indem nun diejenige, so der Leich - Begangniß beywohnen wollen, in Mänteln ankamen , und diese Leute von dem Pöbel insultiret wurden, da man ihnen die Mäntel zerrisse, und ihnen die Peruquen in die Höhe würfe, und es nunmehr- schiene, daß der Pöbel noch mehr Unordnungen anfangen möchte, zumal da bereits ein Stein in die Fenster des Hauses, in welchen der Leichnam stunde, geworfen worden; so rückten die Burger. Compagnien gegen diesen Pöbel an, der sich auch nach und nach dergestalt unsichtbar machte, daß man hierdurch Zeit gewann, den Todten an Ort und Stelle zu bringen, und ruhig zu begraben, welches des Morgens um z. Uhr geschähe, und hierdurch war die Ruhe wieder völlig hergestellet.

Berlin, den 17. Jan.

Am Dienstage des Vormittags , begaben sich Seine Majestät, der König, in Begleitung Sr. Excellenz, des General-Lieutenants von der In­fanterie, Commeudanten hiesiger Residenz-Städ­te und Hof. Jägermeisters, Herrn Grafens von Haacke, nach dem Friedrichs-Markt, wo Sie das Regiment Gens d'Armes, das sich zu Fuß gestellt hat, in Augenschein nahmen, und über dessen Schönheit und Ordnung Dero gnädigstes