REMEDIU^,

welches

ü ) ker jeßtmligm I

dem Horn-Vieh an vcrschtcdcnm Orten gebrauchet und vor bewchrt gefun­den worden.

k.ec. I. Pfund klein gestoßene weisse Kreithe

1. Pfund Gersten Mehl, und

2. Loch Salpeter;

Solches alles gemischet, so viel Wasser dar­über gegossen, daß es ein dünner Brey werde, sodann vey dem Feuer einen Wall chun lassen, also dem erwachsenen Rind-Viehe, es jeyOchs oder Kühe, Morgens, Nachmittags um 4. Uhr, und Abends um 9. Uhr, jedesmal 4. Lös sel voll eingeqossen, kleinerem Viehe aber nach Proportion weniger gegeben werden kan, hier­auf das Viehe eine Stund fasten lassen, und machet man Mittlerzeit von Waißen Kleyen mit heiß Wasserangebrühtt ein Getranck, gies­set einen Viertel Schoppen Leinöhl, etwas kleine geschnittene Rauchen, Menschen Urin und das Wasser von durchgepreßten gesunden Kühe-Koth darzu, und setzet solches dem Viehe, als ein Getranck öffters und fleißig vor, damit dadurch die hitzige und verbrannte gallische Materie abgespulet, und der kalte Brand mög­lichster Massen verhütet werde.