^ie eigene Worte der AZkorumPublicorum mei- ffens, wo es dienlich , beybehalten, und die merckwürdigste Stellen- derselben io cxtenfo angeführt, damit diejenigen fo mit Teutschen (Staats-Handeln umzugehen haben; hier das «othigste beysammen antreffen. Auff gleiche Weiße will er. mit den Worten derjenigen ver­fahren», so ihm in einer und andern Materie schon vorgearbeitet, und deren Bemühung er vor sich tauglich befunden. Die Ursach, ^ er hiervon angiebr, scheinet uns nicht so triff- tig, als die obige. Die Merke* einer Sache »der schon erfundenen Gedancken eine neueGe- Kalt und Ausdruckung zu geben, ist so gerilig nicht, als es dem Herrn Autod fürkommt, nud ein colleLsnen-Duch oder blosser Cento, worin«- die Stellen aus andern nur zusammen geklittert ftyn, ist dem guten Geschmack, den wir heut zu Tag; in den Schrifften anzutres.« sen wünschen, keineswegs gleichförmig. Ge- » ist es, daß auf solche Weiße ein Buch zwar ehe. geschrieben ist , als wenn man sich nm einen netten und aneinander hangenden Vortrag aüzusorgjaltig bekümmert, allein die

Grosse eine* unfcfei* Cilfv . , tatd.

mit solches geschrieben worden, sind niemahls Dvr untrügliche Kennzeichen der Güte deffelbi- len angeA><li worden.

' Wie ver Herr Amor bey Gelegenheit der Materien viele dahin gehörige Bücher ansüh- ret , so hat er auch seine öffters ziemlich freye Nrtheile über solche mit angehangt. Die Fortsetzung von diesem Merck haben wir um so vielmehr zu wünschen, da die Wichtigkeit Der Materie«, so in folgenden Theilen abge­handelt werden müssen , uns von des Herrn geheimden Raths unermüdeten FleißundEin- Icht noch viele treffliche» Anmerckungen ver­sprechen.

CrfurO

Am r.Iaouarii r-7Z8. starb allhier Herr D. Johann Philipp Streit, M«,. Ehur-

furstl. Mayntzischer Regierungs-Rath',

Facult. Jurid. & Univeifitacis. Er war geboh- ren im Jahr 165;.. zu Dingelstadt aus dem Eichsfeld am Tage vartbsIomLi Sen r4 August. Sein Herr Vattsr, Hem ich Adam Scrett, war zu Stadt-Worbis und Harburg ausm Eichsfelde Amtmann; die Frau Mutter aber

Maurkii de Gudcni., Ehnrfurstl. dRayNtzilchen

Amtmanns zu Treffurth, Tochter. N ichdri» er feine Humaniora zu Heiligenstaöt traÄirtt hatte, gieng er nach Wien aus die Universität. Ferner nach Italien, allwo er sich in Rom und Venedig eine geruame Zeit aujgehüüen» er gieng zurück nach Regenspurg, von dar nach- Paris und wieder nach Rom zum zweyten- mahl, demIubrlao, so > 67;. aüLa gewe, stn, beyznw^neu. Im Jahr ^ 77 > aber^ fand er sich wieder allhier zu Erfurth cur, allwo er die surisfrudenr unter Anführung desHerru krotcR D. MattbiL excolii et- Hieraus wandte ; er sich auch nach Prag , und besuchte die Col­legia ^Nridica bey Profetl. Futtckeu, Scham* bogen und Wasfcuburgcn. Von dar kanl er wieder zurück und verehligtc sich 'mit Ig>r- Ain«-» esiifa&cfkett Romvlin , weiche ftme ge, treue Ehegattin in der damaligen Lonragio» Anno rs 8 P. gestorben, und Kinder hmrer- laffen. Unter Herrn v- Heinrich Mtters Praefidio difputirty er de Jtiftitja & Jure, de Nuptiis 8 c de Tcftamentis Im Jahr 1^8*.- menfe maji hielte er pro gradu lucenrlLlus seine Inaugural Deputation de Objeäris Juris» in wel­chem Jahr er auch die FrofeiTuram Jur. Extra-- ordi demnächst die Asseüur bey den Ehurfürstl. Mayntzischen Weltlichen Gerichten allhier be« kommen. Worauf er 1684. OvKor j. U. und» Prof. Ordinarius, Anno 1 (Jgy. aber , nach Absterben,' D. de Gudcni, Aflcffor der Juri­stischen Facuvat,- und 1700. würcklicher Re, gierungs-Rach worden. Als er, wie gedacht, Anno i L84 in Do<ä. Ji U. premoviret 1 hat er sich auch zugleich Tages darauf mit der Fräulein, Cordula Mäximiliana von der We­ser verehligct , und in dieser Ehe 7. Kinder er.