Nro. 138;

Stuttgardt, den rz.Junii 1740.

Wöcheml. Anzeige vonReutgkeitm,

sowohl allhier als auf dem Land.

krancoiorte. Ady. 31, Tun. 1740. \

Hambourgo - .

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Ludwigsburger Zucht-und Arbeits-Hauses Perfonen-Register. Lzste Woche, vom 18. biß 24. Junii 1740.

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Freiwillige Arme. || Züchtlinge \\

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J. An Refcripten.

Von GOttes Gnaden / Hertzog zu Würtemberg und

Teck, auch in Schlesien zuOels und Bernstadt, Graf zu Mömpelgardt, Herr zu Heyr denheim, Stettlherg, Medzibohr, und des Freyen Königl.Burg-Lehens Auras; Ritter des KöniZl. Polni­schen weiffen Adler-Ordens; ADMiNibi^AiOR. und Ober-Vormünder/ rc.

Liebe Getreue!

?»>Bwohlen in der ausgekündet Fürst!. Landes-Ordnung pag. iZ4.sg. und denen in das Land emanitten Refcriptis Generalibus dd. 28. Sept. 1696. und 4. Aprilis 1702. vor- längsten Heilsamlid) versehen, wie es wegen des sihädlichenFür-undAufkauffs, auch Ver­führung der Wollen ausser Lands gehalten werden solle, damit weder denen in dem Land «cablirten WollcnManufaÄuren ein Abbruch geschehen, noch denen Verkäuffern ein all­zugrosses Präjudiz Ungezogen, und ste gleid)sani derOilcrecion derManufaLkmen refpeÄu des Pretii gäntzlich überlassen werben möchten; So vernehmen Wir doch, daß über solch wohlgemeynten Gesetzen biß daher nicht durchaus, wie sich gebührt, gehalten worden, und haben aud> sonsten, in Ansehung die Wollen - lVlanufaLturen sich in Unserem Vormund« schafftlichen Hertzogthum seit einigen Jahren um ein merckliches vermehret, vor nöthig gesunden, erstermeldt-älter-Fürstlichen Verordnungen in ein-und andern Stücken ab­zuändern; Befehlen demnad) hiermit gnädigst, daß

1. ) Und vor allen Dingen denen letzteren überhaupt sträcklicher, als biß daher an ein und andern Orthen nid)t geschehen, so wohl von Beamten und Pommun-Vorstehern, als denenUnterthanen nachgesetzt- und zu sold)eu> Ende gleid) nad)Eihlangung dieses Fürst« lid)M keLripti beneu an - und zugehörigen jeden Stadt lind Amts selbige auf das neue fürgelesen, erklärt, und die unzerbrüchliche deren Beobachtung alles Ernstes eingeschärfft, insonderheit aber

2. ) Aller unbefugter Handel imd schädlicher Für-und Aufkauff, worunter Wir vor­nehmlich verstanden haben wollen, wann ein-oder anderer, der die Wollen nid)t selb« sten entweder zu Treibung seiner Profellion oder sonstigen Haußbrauch nöthig hat, son­dern sold)e einig und allein zumWieder-Verkauff känfflich an sid) zieht, lüb pcena confis- cationis und bey zu befahren habendem Verlust der Waar verbotten werden solle, wann auch gleid) sold)e von ausländischen in dem Land enclavirten Orthen erkallfft würde, dar« mit der Einkauff derWollcn aus erster Hand, wie sid)s allerdings gebührt, lediglich de« nenjcniqen, deren Profeüion mit sid) bringt, überlassen werde. Gleichwie Wir auch

3. ) Hiermit an statt in Fürst!. Lands-Ordnung t.64.§.6. denen Wollen-Arbeitern zu­erst, und hernach jedem Burger uud Einwohner dieses Hertzogthums, die Nachmittags

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