9498 tausend 444. in gemuntztem Silber und in Stangen; 44tausend no,Smaragden; 1 8 1.Nu­tzen Perlen; 192 tausend roo.Vaniües; 20 taiu ftnd rvL.Arrobas Taback; c> 8 Ls.Arrobas Coche­nille; rizo.diteAnil; 6 sso.diwCacao; irtau­send 882.. Pfund Coquilles; und verschiedene ande­re kostbahre Maaren. Die Ladung der Schiffen aus der Süder-See bestehet in n/r tausend 44*. in Pistolen und in 1242 tausend < 5 ; s. Thaler in Gold-Stangen; 1014. Marck kostbahrer Stei­nen ; 409 tausend 48 r. Pfund Cacao re. Die La­dung der Fregatte, la Sacra Familie, bestehet für Rechnung der Particuliers in 77 tausend 13 2. Thaler in Silber; in Anil, Vaniües und Häuten und andern kostbahren Maaren und Effecten.

Madridern 2. Iunii.

Die Staats-Geschafften, welche eine Zeit her wegen der vorhabenden Vermählung der Spani­schen Prinzeßin zum Theil unterbrochen worden, .werden nunmehro mit desto grösserem Eiffer abge- chandelt, und gehet die Haupt-Beschafftigung da- lhin, den Vertrag zu End zu bringen, welcher die Strittigkeiten zwischen Spanien und Engelland he­ben sollen; dahero man ein neues Vergleichs - Pro- sect aufgesctzet hat, welches zum Vergnügen beyder Nationen gereichen dörffte, dahero der Herr Keene vhnverzüglich seinem Hof Nachricht ertheilcll solle.

London, den 2s. Iunii.

Gegen die Mitte des August-Monats wird zu NeumarcketeinmerckwürdlgerWettkauffmttü'.drm Grafen von Marck gehörigen und an eine Kutsche, worinn ein Mensch sitzen wird, angespannten ~ Pferden gehalten werden, welche in einer Stunde -9. Englische Meilen weit lauffen sollen, wider welches der Herr Theobald Taafe tausend Pfund Sterling zur Wettung aufgesctzet, und man versi­chert, daß aufdiesen Wettlauff mehr als 20000. Pf. Sterling von andern Personen gewettet worden. Aus Edimburg inSchottland wird angemerckehdaß man von Aberdeen vernommen, daß die Arbeiter, so beschafftiget gewesen das Erdreich auf dem K irch­hof vonLainphanon aufzuwerffen, ein Gefäß voll sehr alter Specken gefunden, deren ein Theil sehr abgenutzetund unkentbar, diejenige aber, so noch im Stand, beweisen, daß sie unter den Regierun­gen von Robert und David, gewesener Königen in Schottland, gemüntzet worden. Man vermuthet daß der Französische Gouverneur von Martinique, Marquis von Caylus die Absicht gehabt habe, eini­ge Renthen von der Insul St. Lucia zu ziehen, und selbige nebst den übrigen alsdann erst wiederum ein- zuraumen.

Paris, den 16. Iunii.

Verwichenen Mittwoch und Donnerstag wur­den zu Cvmpiegne über verschiedene Angelegenhei­ten von grosser Wichtigkeit, ausserordentliche Raths-Versammlungen gehalten. Mit verschie­denen Schreiben aus Bretagne vernimmt man, daß der Königliche Minister des See-Wesens, Herr Rouillet, den, 19,. dieses zu Brest angelangt, und den Haven, die Magazins und Schiffe in Augen­schein genommen, er wird ebenfalls die Flotte auf der Rhede besichtigen, und es soll in seiner Gegen­wart du See-Treffen nach allen Umstanden gehal­ten werden.. Die Flotte wird, dem Vernehmen nach, nicht so bald unter Segel gehen, und es ist ebenfalls noch ungewiß, welchen Weg dieselbe neh­men werde, und wohin sie bestimmet ist. Ihro Majest. der König, haben wegen der Anzahl, und der Verrichtungen der Artillerie-Officier des See- Wesens, der Kleidungen und Bewaffnungen der Dragoner - und Reuterey-Regimcnter;. verschie­dene Verordnungen ergehen lassen.

Ein anders aus London, den 2.7. Iunii.

Den 27. dieses wurde das Parlament dis anfden ro.Sept. verschoben. Zu Sadlers Wells und zu Neu Wells, 2. Orten, wo sich das gemeine Volck, welches dahin zu trincken kommet, zu divertiren pfle­get , haben sich bishero zu desse«r desto mehrerer Be­lustigung allerhand Schauspieler, Seil-Tänzer und Pantominenspieler aufgehalten. Wie nun die Ftievc-ns.Nkchter oder Policey-Beamte in Erfah­rung gebracht, daßdie letztere auf ihrem Schau- Platze zum ößtern allerhand Vorstellungen mach­ten, die wohl pöbelhafften, aber keinen züchtigen Augen gefallen tonten, so haben selbige rathsam er­achtet, diesem Greuel, auf einmal abznhelffen,de­nen Acteurs ernstlich bedeuten zu lassen, ihre Vor­stellungen von nun an einznstellen. Die Acleurs zu Neu Wells lieffen sich aber durch dieses Verbot so wenig irre machen, daß sie vielrnehr die 2. folgen­den Tage gantz nngeschent ihren Schau-Platz er- öffueteu. Wie aber am dritten Tage ein noch schärf- feres Verbot von Seiten der Friedens-Richter er­folgte, so hlelten sie vor nöthig, denen sich aber* mals eingefundenen Zusehern von diesem Verbot Nachricht zu geben und selbige um Verzeihung zu bitten, im Fall sie sich genöthiget sähen, in ihren Schauspielen eine Aenperung zu machen. Allein der Pöbel, welcher blos, um sich zu divertiren da­hin gekommen und sich also in seiner Erwartung be- trogensahe, nahm keine Raison an, sondern such- teffich nun anfKosten der Acteurs selbsten ein Dff- ftttiffementzu machen, schmisse selbigen Bouteil-