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Da ich aber gleichwohl sehe, daß alles, was Ew. Ehrwürden mir berichten, sich auf gewisse Sieben beziehet, die ich soll geführet haben; so will ich Ihnen aufs einfältigste erklären, was ichdies- fals niemalen gedacht und gesprochen, auch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gedencken noch spre­chen werde, so lange ich lebe.

Die Redens-Art: Ein Mensch hat Chri­stum und den Teufel in sich, ist mir niemals in Gedancken kommen, und ich brn von solchen und dergleichen Redens-Arten gantz entfernet.

Ich habe in Ansehung des Verluste derTauf- Gnade gesaget, daß, wenn jemand in seinem Al­ter von neuem bekehret wird, derselbe sodann die Tauf-Gnade müsse verlohren gehabt haben; daß ich also mit dem Wort muß auf einen gewissen Fall gezielet, den ich gar nicht für notwendig und für sehr unglücklich achte.

Ich glaube und habe schon offtmals die Erklä­rung gethan, daß kein Mensch in einiger Religion von der Welt kan selig werden, der unfern HErrn IESUM Christum nicht, als wahrhasstigen, ewigen und lebendigen GOTT erfähret, und der nicht in der Versöhnung durch sein Blut sei­ne Seligkeit setzet.

Der Satz, daß der Mensch ohne äußerliche Erkännrniß Christi, er sey Jude oder Heyde,

selig