f. Div Bellst und dsv LimM bekommen diese Paulen, sonderlich wohl , znmahlen die mit engem, schweren Athem-holen, Tartarischem Schleim, Geschwüren, und Äpostemen behafftetseym
6. Der Leber sind gleichsam diese Pillssen eigen zu gefallen gemacht, denn sie balsami- ren und maÄM ein gutes Geblüt, bewahren dasselbe vor der ,Faulung, vor der Wassersucht, und vor anderen Zufällen der Leber.
7. Die Gatt führen diese Pilulen wol aus, und corn'§iren sie, sowol die gelbe als schwache Gall, derentwegen sie auch in allerhant Fiebern, zumahl in denQvartanen zu gebrauchen.
8- Esistm'chtwol zu beschreiben, wie gut diese Pilulen den Weibern, der Gebühr- Mutter, und ihren Zuständen bekommen, denn sie reinigen die Mutter vom Wind, Wasser und Schleim, sie befördern die verhaltene Zeit, und die zustarck gehende stillen sie, sie dienen zur Fruchtbarkeit, hingegen was unnatürliches, oder todtes in der Mutter wäre, das treiben sie hinweg.
9- Insonderheit sind diese, Pilulen sehr heylsam, derentwegen sie alle innerliche Wunden wunderbarlich heilen , sonderlich nützlich und probirt in der Lungensucht, imBlut-spey- en, im Blut harnen, in Verwundeten, oder durch scharffe Flüsse auffgefreffenen Gedärm und glasen.
Ä io; Es treiben auch die Pilulen den Harn, und führen aus den zähen, tarterischm Schleim der Nieren und Blasen, woraus der Stein pflegt Zenenpet zu werden, welchen sie auch, so viel es sich thun läst, mssolviren.
n. Denn diese Pilulen machen düun, zertheilen, eröffnen, derentwegen sind sie auch sehr gut gegen den Winden, so sich sowol in den Därmen, als in den Harngüngen, in den Musculen, in der Brust, und Hertzen verhalten, von dannen das Grimmen, Stechen, Con- vuifionen, Frayß oder wol gar der jähe Tod erfolget.
iL. Diese Pilulen erweichen auch, laxircn , purgiren das Wasser, Serum, den Schleim: beneben trucknen sie, ziehen an, und trucknen aus, seynd also sehr gut, zu allerhand Catharen, lauffendem Gicht, Podagra, scharffe und gallichte auch Saamen-Flüffe.^
13. Diese Pilulen sind absonderlich balsamisch, machen ein gutes Geblüt, reinigen dasselbe , und bewahren es vor Fäulung, dienen derenthalben absonderlich gegen den Aussatz, Krütz, Frantzosen und Scharbock.
14. Auch dieses ist nicht zu vergessen, daß diele Pilulen sehr gut seyn gegen das Gisst, und gifftige Fieber, als Pest, Peöetschen, Blättern, Rödlen und dergleichen.
Vor alle diese Kranckhtiten, samt und sonders, sind diese Pilulen gut zu gebrauchen, und kan zur Proba in ein oder andere Kranckheit darvon eingegeben, und wie gelehrt, dann! fortgefahren werden , so wird man aus dem Gebrauch dieser univerfal Pilulen ein mehrern F.fteä, in jet>cri particular Effekt füri^cn, als sonsten anderwertliche Recepcen absonderlich dafür gebraucht, nuswürcken haben können-, also Daß die Pilulen alle in gar wol, an statt vieler hundert Recepten, dem jenigen, der sie grbraucht, nützen und dienen können.
Wann die Ingrediemien, so darzu konnneu, und dermOdu^prA-patandiden Herren Dottoren svlte entdeckt werden,würden sie selber gestehen müssen, daß solche Effecte darmrs erfo!- gen müssen
Der Wehrtdieser Pilulen ist billtch und leidlich, dann es kommt eine Pülen nicht höher als zwey Pfennig.
Solte mm einer sagen, in den Würckungen dieserPilulen sind contrare und gegm einander laüffendelmiicgnris, und Effecten, welchewider die Vernunfft lauffen, der beliebe sich davon eine Prob zu machen,und gebe sie zweyen Personen ein, einem der verstopffet ist,dem andern der einen Durchlauff hat, so wird er den Effect sehen, daß sie den ersten nach und nach Rxiren, den andern nach und nach verstopffen, diesem Weibsbilde ihre Zeit bringen, jenem die über flüssige stillen, den Trucknen befeuchten, und den Feuchten trucknen werden. Welches die Erfahrung geben,und alles was von diesen Pillen geschrieben,wahr zu seyn, darthun wird Es gehöret aber allezeit von i r. oder 24. Tagen eine Continuation darzu.
Bis hieher gehen des Authoris Doffor Bechen eigene Worte, vabey es bewende«, und l i) die Dofis an ir. Pillen ist. r.) die halbe Lur, r. Tage, j.) die ganye Trrr 24. Tage dauren muß, welchen noch zagefäget wird, daß auch nach Alter and Zustande die Dofis dieser vorercfflichen pillcn nach eignen Gutbefinoen zu «rindern und zu verstärken seye, woferne solche nur plso gebrauchet werden, wie es Natur und Zustand erfordern und zalassen. Sie wüicken im Leibe, nachdem sie die Difpofiuon und Gelegenheit darzu finden ; vahero 4. f> 6. Pillen, wenn sie viel Schärfte und Schleim oder böse Feuchtigkeiten und Unreines antreffen , bey fiüßrgen Naturen mebr Stuvlgange verursachen als bey andern ( wo besagte Un einigkeiten Lm Uberfluße nicht seyn) 12. Pillen thun , welche sonst die ordinnire Doßs ist, auch gedachte 12. Pillen zuweilen spater 2. bis r. Sedes treiben ; Sie sind keine eigentliche Purgier-Pillen, sondern haben andere ob, «rwehnte sehr grosse Tugenden, welche das Laxiren mit erfordern. Die Türen geschehen folgender Geigst am nünlichsten damit: Am ersten Tage wird zum /,«rF,rendasEngki>cheGa!tz gebrauchet, um darnrch Magen und Därmer von denen gröbsten Unreinigkeiten zu befreyen,damit die Pillen desto ungebinder- rer wurcken and Anschlägen können , darzu zwcy bis Drittehalb Lorh Englisches Gakrzes dienen ^ierauff werden 12. folgende Tage besagte Pillen täglich einmahl des Abends um Schlaffzcit oder auch frühe nur so starck gebraucht, daß täglich 2. bis Sedes o^et Stuhlgänge dadurch erfolgen. Es werden auch hier- nechst »iefe Pillen nach Norurfft und Guth-bestnden
noch 6. z. bis i r. Tage, in ge-innerer täglich genommen dadurch nur einen t&gHdxn weichleibr'chen oder letxtrenx>m Sedem zu erwecken: Bey der di&t fsyn grobe, stopffende, alzusaure/fckarfgcfalyene, hiyize Speisen und Gctranche,nebst Zorn sorgfältig zu meiden , hingegen bey und nach der Cnr verdauliche auch solcheSpeisen zu genirssen,welche zur weichleibigkert und täglichen Leibes-öfnung mercklich dienen, darzu allerhand GartcnGcmüse,die nicht uielBlöhung machen,wohl bereitet gurhseyn. Die-/s/";uobgedach- ten Wirckungen muß gesucbet werden Anfangs mit 8. oder 9. Pillen. Erfolgen hierauf 2 j. Sedes, so wird "Somit contiiunreti Stellen sich aber mehrere oder wenigere Sedes ein so wird hier nächst ab oder zu gcthan, bis cs bey 2 oder z. Sedibns räolich bleibt, es erforder gleich 4 . oder l r. Pillen, darüber jedoch nicht gestiegen wird.
Nach Umständen und Norhurffc kan bey der Cur auch ausgescßet uird wieder fortgcfahren werden, doch ist die continuatim^m besten. Es können auch nach Nothdurfft diese Pillen nur zu \. 6 . 8. Tage obi-, ger Gestalt gebrauchet werden. Die menjes und goldene Ader w'rd n brför d.rr,wenn die Cur 12.Tage vor der Zeit des Bluch-Flusies ang fangm und beymErfolg deftelben durch halbe doßs fort gefcuet wird , jo lange nemlicb d.r Fluß danr»t: wostrn aber dadurch der Zweck nicht od r nicht völlig zu erreichen wäre, fo muß die Cur btym folg nd n ttlonatbc auffolche Arth wi.s rholvt werden, biß da durch der Bluth-Fluß zur Gewohnheit kommet.
Dßs Lo(l) dieftk wßrhafften PiUularutn ßecherianum kojttc vor u;c flttcn Gulven.'