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. Die angebliche Sllbornstiünea der Zeugen aber, ist und bleibet eine Ihme gewöhnliche stincken«
de Lüge, so mit keinem sora erweisen;
Gleichwie dann sein gantzer Stams Gaul« hierinnen bestehet.
Franckfurt den Sten Iun» 1748.
Defenfor.
Nro. 3.
[16.]
Adj. fob Nro. i. ad Denunciationem de i r. Auguft. 1747. PROTOGOLLUM EXAMINIS,
Den Agricola^ettl. pun&o intentati Aflaflinii*
NB» Daß dieses Protocoll vomHr. Senckenberg fälschlich erdichtet, ist aus dessen Ke- kurscion von Hr. Bürgermeister dioorz und Hr. Do&or, Hupka, sattsam zu ersehen.
C5-1
den rrtenAuguü. !747.
^achdeme anheute Hr. Senckenberg des Raths yj* denunciiret, wasmassen seiner Köchin Bru- der Agricola am i6ten buj. Abends den jungen Burgkmann von hier, in der Sand-Gaße, mit einem blofen Degen hinterrücks und ohnbewafnet mörderische Weise umbringen wollen, und an diesem Vorsatz bloß durch des öurgkmann5 hinzugekommenen Vatter verhindert worden, auch Tags darauf wiederum mit des Hrn. von Barckhaufen Laquay, wenn selbiger sich nicht eilends in seines Hrn. Hauß auf der Zeil reririret hätte, eben dergleichen vorgehabt.
Gleichwie nun der Burgkmann bey ihm Hrn. venunciamen angebracht, daß der Mord durch fti- neKöchmOenunciarensSchwester veranstaltet worden; als bäte Derselbe den Agricola, welcher diesen Morgen um 10 . Uhr mit dem Marckt- Schiff von hier wegreisen wolte, wegen dieses imemixten Affaffinii zur Strafe zu ziehen.
Wurde der draußen stehende junge »urgkmaa herein gefordert, welcher folgender Massen aussagte:
AÄum, xi . Febr. 1747. Coram Domino Con- foie Juniore, Doflcre Moors, Sc Domino Doclore Hupka.
Am sten Sepr. a. pr. wäre bekanntlich Herr Senckenberg in den Rath gewählet worden, und hätte Abends einige Herren des Raths, unter andern seinen damahligenPakrbnen»Hr.8yndic Burgck im Römischen Kayser zu Gast gehabt. Hr Sen- ckenbergs Köchin wäre damahken erstaunlich be- truncken gewesen; hätte sich aber gleichwohl zu allen Laquayen an den Tisch hingesetzt, und beständig demWirthmit einer Jobwächters Stimme zuge- ruftn. ErfolteFreßen herbey scheeren, und Wein wie Bach fließen lassen Hr. Senckenbergs Schreiber Bredeka^ hatte sich gar freundschafftlich zu ihr gethan, und ihr unter andern gesagt: In Herrn Syndicus Lucius Hauß hätte man ihr wollen Übel nehmen, daß sie sich alle Tage etwan ein halb Maßgen Wein aus dem Keller gehohlet, weil aber Hr. Senckenberg ihr denKeller-Schlüßel gegeben, sv könte sie brav Muicac-Wein holen, weil ihr doch der Rheinwein nicht schmeckte. Sie Agricola hätte darauf geantwortet: Sie wolte diesen jungen
Herrn