rsachm so diesen Druck vaanlasset.

Errette von dem Gewalt geschichet/ von dem der Ihm Unrecht thut, und seye unerschrocken wenn du urtheilen solst. Sirach H. verC^

Cnn jemahlkn -in bvßhaffker Rabulisten-Streich -espielek

und die Unschuld dardurch nnterdrucket worden, so ist es gewiß des seines bösen unzüchtigen Lebens halber bishero bekand genug gewor­denen Hoss-Raths Eraßmi Senckenbergs an mir verübte schändliche

Ich hatte Ihn vorhero niemals gekennet, als aber bey sei­nem Hrn. Bruder dem DoÄore kjeUicin« in Diensten Ware, und das blinde Glücke (im Zorn wie dorten Saul König wurde) Ihn Hoss- Rath Senckenbergin das ansehnliche Raths-Loilexium zu Franckfutt jagte, seine Haußhaltung aber, die Er im ledigen Stand geführet, wie dioccirmm in solcher ordentlichen EoniUlion wäre, daß Er sich vor schwacher und feindlich verrissener Wasthe, oder keinen Geraths öffters nicht sehen lassen dorffte, mithin sein damahls verandeter Zustand eine reinliche Aufführung er­forderte, so ersuchte mich sein Hr. Bruder der .^eöicurSenckenberg, Ich mögteJhme den Gefallen thun, und in feines Bruders des neuen Rathsherrns Dienste eintretten, um seine wüste Haußhaltung, Klei­dung und Wasche in behörige Ordnung zu fetzen, damit Er allezeit nett-und wie sichs gebühret erschei­nen mögte.

Ich liefe mich hierzu bewegen, und brachte Ihn mit vieler Muhe auf einen andern Fuß. Wie übel Er es mir aber gedanckt, und wie schändlich Er in der Nacht, mittelst bey sich gehabten Pistolen, nachdeme Er vorhero schon um io. Uhr seine 2. Bedienten, den Schreiber Bredekavr unt>Laquais Grav zu ihrer nicht wenigen Verwunderung schlafen gehen heißen , durch die an mir verübte gewaltsame Nothzucht mit mir verfahren, welche Gewalt und mein erbärmliches Lamentiren, Schreyen und um Hülfe ruffenzwar seiner, erwehnte Bedienten mit Erstaunen gehöret, aber aus Furcht vor seinen Pi­stolen mir beyzuspringen nicht getrauet-zumablen Er auch meinen Schlaff-Cammer Schlüssel abgezogen gehabt, und welches ttuprum violenrum ich gleich selbigen Morgen um 4. Uhr der zur Wasche angekom­menen Wasch-Frau mit heißen Thranen gcklaget, und ihr zugleich meinen übel zngerichteren Leib und' die Marquen sorhaner Gewalthätlgkeit gewiesen; Solches ergeben Die Aden mit mehrerem.

Wie ingleiü)en durch was böse Piarjckcti und jeine Helfers-Helfere, denen es der allsehende GOtt an jenem großen Gerichts-Tag vergelten wird, Er mich unschuldigen Theil in Personal verhasst, nebst seinem Schreiber den auch unschuldigen Bredekaw zu bringen gewust, worinnen nunmehro 2. gantze Jahre sitze, das alles habe leider bishero mit Zusetzung meiner unschätzbaren Gesundheit und Einbüssum mehr als 400. fl. erfahren müssen.

Denn weil Ich die von Ihme durch die damahlige beede Hrn. Bürgermeisters Titt. Hrn. S<- binum von Lersner UNdHr. Dodor Moois mir Aden kündigermassen vorgeschlagene gütliche IradaU, und dem Schreiber Bredekaw vor den Vatter anzugeben und Ihn zu heurathen, wozu Er N B. bifi 40c fl. geben und Jhmezueinem Drenjlgei, verhelfen wolte) um des willen nicht eingehen konte,weil Er ausdück- kich begehrete: Ich solle und müste mich erstlich mit dem Bredekaw Oopuliren lassen,^ und Hernachseine t'^meilen erwarten ; So hat Hr. Hoss-Rath Senckenberg um vor dem Wetter zu lauten, weil E mei­ne Gerichtliche Klage befürchtet, durch falsche Vorstellungen: Ob suchte Ich Zeugen zu erkau'en die Ihn der Nothzucht convincUen mögten, mithin zugleich durch schändlicher Weise von ihm erkün-

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