gebrauchte, die Indianer an den Grenzen-der Co- loniezu Haaren zu treiben. Die Theilimg der Lander wäre noch nicht nun Stande gebracht. Die Regierung bcrColome geschähe ohne diegeringste Hinberniß. Es waren beynahe schon zwcy Kirchm gedauet, man hätte Tribunale zur Verwaltung der Gerechtigkeit errichtet, einGefangnuß surdie Verbrecher gebauet, und für alles gesorget, so zur Beförderung der Glückseligkeit der Colonie uöthig wäre. Die Regierung hat sich,dem Verlaut nach, noch 6 °o. Schweitzer-Familien aus denProtestan- tischen CankonszurBeppIckerung vonNeu-Schott- jltwd ausgebeten, weil man von dem Nutzen dieses arbeitsamen und kriegerischen Bvlcks durch die- Wenigen, sobereitsalldasind, üderzcugetworderr.
• Einanders aus London, den «.Januar.
In einem gehaltenen grossen Staats * Rath, welchen man gestern gehalten, wurden die Brief' schafften in Erwegung gezogen, welche der Obrist Jorck, so aus Paris zurück gekommen, mitge- Jracht- Worauf man *. Courier einen nach gedachtem Paris, und den andern nach Madritab- geschickt. Ihro Majestät der König in Prenssen, "gaben ein zweytes Schreiben wegen der Mahl eines Römischen Königs, an Ihro Großbrittanni- sche Majestät abgehen lassen.
Elbftrohm, den 8. Januar.
Die Nachrichten aus Petersburg unter dem n, Decembr. lueldm, daß der zu Berlin einige Zeit .als Rußisch-Kayserlicher Minister gchandene Herr von Groß , daselbst aus Berlin a ilgelanget iev, und nach seiner Ankunfft sich >ogleich zu Ihrer Ercetienj dem Groß-Cavzler, Herr» Grafen von Bestuchef, «ersl'lget habe, mit welchem bei selbe eine lange Unterredung gehalten, worinnen der Herr von Groß dem Groß-Canrler, die Umstände seines Aufenthalts am Berlinischen Hose, gemeldet. Und da auch der Königlich-Preußische Minister, Hm von Währendorff, zu Petersburg einen Courier mit Königlichem Befehl erhalten; so hat derselbe er» BiSel an den Herrn Grafen von Bcstuchef geschrieben, um dem Groß-Canzler den Inhalt des Königliche» Befehls und die Ursachen zu he richten, welche ihn upthigten, sich zur Abreise anzuschicken. Dieser Königlich-Preußische Minister hat einige Tage wegen Blutspeyen bas Zimmer hüten müssen. So vernimmt man auch, daßamRußisch-Kayser- lichcn Hofe zu Petersburg von denen Königlich« Pohlnischen Herren Ministris, dem Herrn General von Arnim und Funch, die Sache wegen der Befreyung des Herzogs von Curland, sehr eifrig getrieben werde. Es hätten auch diese Herren Mi-
nistri auf ein von ihnen überreichten Königliche» Hand-Schreiben die Antwort erbalten, daß mit ' ehestem diepottuveErklärung darüber folgen solle.,
Hannover, den r. Januar.
Weil ungeachtet aller vorigen Verbotte, die verruffene fremde Münzen sich wieder häufig in diesem Lhurfürstenthum sehen lassen, und dadurch das hiesige Geld sehr rar gemacht, so hat man nicht nur die vorigen Mandaten wiederholet, sondern eine härtere Strafe denen angcdeutet, die das verruffene Geld anfnehinen würden. Auf der sogenannten Burg bey Patensen, mit der sich daselbst geauffertc» Vieh - Seuche auf einmal ei» Ende zu macken, hat man die sammtliche Vieh auf besagter Burg, ohne Ausnahme, es sey gesund oder kranck, vor den Köpf geschlagen, und ohne abgedeckt sehr tief einscharren lassen, man hoffet, daß durch diese Vorsicht das Uebel in der Stadt Patensen, und hier umher sich ferner nicht mehr ausser» werbe.
Dreßden, den 9. Januar.
Ihro Königliche Hoheit die Frau Ehur-Plm- zeßm befinden sich nebst dero neu gebohrne» Prinzen bey allem erwünschten hohen Woblseyn. Vor 3. Tagen langte aus München ein Cavalier, nem- lich der Chur-Bayrische Cammerherr von Ponickau, allhier an, um im Nahmen des Chur-Bayrischen Hofes die Glückwünsche wegen der glücklichen Ge- durr gedachten Prinzen abzustalten, welches auch geschähe, bey welcher Gelegenheit dieser Cavalier zugleich eröffnete, daß Ihro Durchlaucht, die regierende Frau Churfürstin von Bayern, in ihrem gesegneten Staude wohlaufseye. Ihro Majestät der König bat durch ein besonderes Reglement befohlen; daß an Dero Hof, wegen Ableben der verwitlibten Kayseriu Elisabeth, die Trauer auf*. Wochen, nemlich den 10 dieses bis den ro.Fcbr. -angelegt werden soll. Nachdem der Königliche Minister am Sardinischen Hof, Herr Graf von Beüegarde, vor wenigen Tage» wegen seiner Partlculier-Angelegenheiten, nach erhaltener Erlaubnuß, aühier angekommen, so wird seidiger nach einem kurzen Aufenthalt nach Paris abgehen, um die von dem verstorbenen Herrn Marschalt von Franckreich, Grafen vonSachsen, ihm vermach« te Lrbschafft in Besitz zu nehmen.
Berlin, den iz. Januar.
Verwichenen Freytag, des Abends, kamen Se. Durchlaucht der General-Lieutenant von der Infanterie, und Commandeur der Königs. Leib Garde zu Fuß, Prinz Ferdinand von Braunschweig, aus Wolffenbüttel wieder antzero zurück. Eben de»