Erief an Herrn Carl Ritter in Genf.
In grosser-
München, d 24. Dec. 1811
Y.ahrheft innig st geehrter Freund!
^ ir und Filhelms Schreiben kamen mir sls das einzige, aber beste Christgeschen}! Ich wünschte so herzlich Ihnen Freude zu machen und Ihren Yunsch zu erfüllen, una erfahre nun, dass ich mich nicht geirrt habe.
Meine Freude ist aber nur desto grosser je'bänglicher ich zu werden anfing, dass die Sachen richtig angenommen, und nicht etwa in Versoy conf&seirt geworden seyn mochten.
Hier war es mir damit sehr schlimm gegangen, indem nicht weniger als sieben Gange nothwendig waren, bis das Päckchen angenommen ward. Die hiesige Mauth und-die frz Verbote machen dass die Leute fast d Kerf verlieren für Angst Femen Fehler zu machen, der sie ums Brod brächte. Dem Himmel sey Den!! dass alles sc glücklich gegangen ist!
Aber es thut mir nur leid, nicht auch, entweder das 27fadige Seil von 110 paris. Fuss oder des einfache von 2700 Fuss um das blaue Futteral, das eigens dazu eingerichtet ist, gewunden zu haben. Doch zu Ihrem Schreiben. Den Brief v 7. Dec. erhielt ich d. 17ten den vom 13ten den 24ten. Über aas Monnikhofsehe Legaat theilen Sie Hn. Odier nebst meiner angelegentlichen Empfehlung die Peylagen mit; nämlich 1. die Erste gedruckte Nachricht von 1792. Aufs dringendste m uss ich Sie aber bitten, Hn Ddi«r zu ersuchen Ihnen dieses Papier doch Ja zurück zustei len , weil ichs nicht in durlo besitze, deswegen habe ich auch Bonns Mscpt nicht etwa zur Ersparung des Portos getrennt. Er kenn und darf es verbo temis benutzen. Sollte er dieses Pagier, seiner vielen Geschäfte wegen, ni ht bald wiedergeben sc’erinnern Sie ihn nach 8 Tagen gefälligst daran, denn ich kann dieses Acten Stück nicht missen 2) Lege ich das neuste Progm bey vom 28 Nov 1811 ebenfalls mit. der gleichen Bemerkung 3) Eine Abfor-mung der Preis Medaille, welche ich dreymal gewonnen habe. Mag H Odier behalten wenn sie ihm gelallt. 4) Hierzu schrieb mir- nun nach Bonn d. 29 Dec.
1807 Johannes 15 (S. Eeylage) welches Wilhelm für H Odier frz übersetzen soll. Es versteht sich dass K 0d von allem diesem öffentlich Gebrauch machen kann. Sollte er noch etwas verlangen, so stehe ich bereit ihm zu dienen.
Ich konnte es mir* denken, wie ich Ihnen auch schon schrieb, dass Fictet meinen Telegraphen zu würdigen wissen würde. Alles, Alles! mag er- davon öffentlich bekannt machen - Ich v'lange nichts heimlich zu halten. Konnten Sie gelegen!!ich directe oder indirecte reinfliessen lassen dass ich wohl damit auf einen vor einigen Jahren von Ner. für die nüzlichste Anwendung des Galvanismus ausge- sezten Preis einigen Anspruch machen könnte! - oder dass mir wenigstens dafür- das kreuz der Ehrenlegion gereicht würd^ - so machte ich mir nichts daraus ihm d Telegraphen
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