(1816(

Mondtan d.

Julius. Abends

leb habe des lieben Wilhelms Schreiben aus Bam- berg von. besten heute erhalten worinn er mir* leider neue Ruck 1 2 11e an den Augen meldet. Fr glaubte den 29sten in Murnbg arzukom^en. Ich hoffe zu Gott, dass das geschehen ist. Ich kann daher* den sorgenden Tag nicht erwarten &n welchem ich sicher w ieder ein paar 2 eilen von Dir erhalten werde. De sich nur: die Umstande so geändert haben, ist mir alles recht, was Ihr beschliesst ich bestehe auf nichts mehr. Das Vetter muss auch in Nürnbg schon seyn, wie hier. Ich wünschte er badete lauwarm oder kalt wie es ihm betagt. Zwiuge ihn nur alle Tage ein p aar reine Strümpfe anzuziehen Ist er ingekommen so grüsse und küsse ihn von meinetwegen. Lass er brav Kirs chen und Erd beer en kurirassig geniessen - Wenig Wein kein Bier. Der Tabseksdsmpf, Staub und Dreck des Postwagens konnte seinen Augen nur gefährlich werden. Soll­te es Euch an Geld fehlen, so will Ich leicht Rath schicken

Euer Vater

herz lieh st gegrüsst sey des rüml.iche Schaehma1inkchen.

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Dienstags Abends d. 2 Julius

Heute Morgen um neun Uhr habe ich die Imlage über F:egensburg geschickt an Wilhelm.-

Allein da Ich k eine Ze ile he ute von Euch erhal ten so schicke ich den Abdruck hier über Ingolstadt an dich.

Leider ist heute hier wieder erbärmliches Regen-

Wetter-.

Doch steigt bas Quecksilber wieder ein wenig.

Bey Herrn Banouier Merkel kann also Wilhelm w r ie du siehst sc viel Geld erheben als er braucht.

Mit väterlicher Liebe Dein.

S.Th.Sg.

Heute war Loeb-der Englische Gesandte bey mir.- viel schönes an Schschtgen.

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(161H

Dienstag d. 6 Julius. Morgens, soll abgehen heute NachM um vier Uhr

Du kannst Dir denken, Einziges Allerbestes Sett- chen, wie sehr wir erschrecken, als wir* die Innlage, wo­durch wir- zum Mittags JTssen nach Mainz suf den Mondtag (c- Qgr- gestern) einselEden "wurden, erst post festum, nämlich um drey und t Uhr NachMs erhielten. Ebenso wars nicht nur* , um dich ebzuhohlen und nach Mainz zu bringen, sondern selbst zum Erhalter: der Antwort auf Amaliens herzliches Schreiben viel zu sT;&t. Denn wenn ich auch augenblicklich schrieb, so kamen doch meine' Seiler, erst ir. Mainz an, nachdem sie be^e-k reits längst den Rhein Gau vorbeygesegelt, oder vorbeyge- s c h wcma: en war.

Ich begreife nicht wie die Leutchen gerechnet ha- h ön t j^eeoji. äenn~so wie sie es wollten wars eine Unmoelich- keit"es^euszuführen Amalie scheint es auch selbst schon einc£=*herj zu hrben, indem sie schreibt: «wenn es nur bei ur s ,ia rm kurzen Aut enthalt r r q p* 1 ich zu machen ist«

X C p brauche Dir~ nicht zu sagen, w 7 ie leid es mir thut. dass du um die gehoffte Freude kommst.