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schonen Geschenken an deinem Geburtstege meiner, sten Glückwunsch.

Hoffentlich wird sichs mit dem guten Onkel nun wohl ganz gebessert haben, zumal da jezt bessere Zeiten sie sich zu nähern scheinen. Hier ist alles in ruhigsten Zu­stande geblieben, doch hat sich schon der Winter mit Schnee eingestellt. Überhaupt hatten wir den erbärmlichsten Herbst kaum wenige Stunden heiteres Wetter. Die Fenster sind schon zugeklebt und der Teppich wird auch in ein paar Tagen ge­legt, Empfiehl mich der iÜrtreffliehen Tante und melde mir v/i o e s 3u ch indessen erg an g en ,

Mit herzlichster Liebe Dein

OCüOO

(München)

Sonntags u

Nov. XIII,

Melde mir doch, Mein Gutes, Einziges liebstes Settchen! wie es Euch in den Ersten verhangnlssvollen Tagen dieses Monats gegangen? Schreibe mir alles einfach, ohne Anstrengung, oder Künsteley, wie es dir gerade einfallt.

Und wenn du noch sc schnell nur hinkrizzelst, so kann ich ja doch alles vollkommen gut lesen, und verstehen. Du schreibst blos an mich, der nicht mit deinen Brief eh oder Nachrichten prahlen will. Schiefe und krumiiie Linien auch die Hälfte davon ausgestrichen und überschrieben alles ist mir diesesrnal gleich viel. Lass mich nur wissen, ob Euch ir der plötzliche Schrecken und die unerwartete Wiederkehr der Frzsn nicht geschadet und sehr in Eurer Puhe ges f ört hat.

Man hatte hier einige Briefe aus Frsnkft vom 2ten, der Kö­nig seitdem auch Couriere von Wrede, die dessen Besserung melden. Kaufe mir doch das Farnese lezte Laster Bulletin welches als Beylage zun. Journal de Frcft erschien und wel­ches hier nur ein peurmal existir-t, weil niemand fast das Journal de Frencfcrt halt, und lege es mir bey.

Leider habe ich hier gegen Viele in der Behaup­tung P.echt behalten, nämlich dass es für Napoleon ein leich­tes war durchzukommen. An ein öffnen der Briefe ist hier nun nicht mehr zu denken, denn man darf alles schreiben.

Auch auf Nachrichten von Wilhelm bin ich recht

verlan

tinger

gend, August un im Schreiben. Man schon i

4- -r> A

Bitter sind gewiss nicht so saumsee- wollte hier wessen, dass es in Goet- vorigen Monate unruhig gewesen sey und dass

die Bürger unter Andern Jeron; es Büste zertrümmern wollten, durch die Professoren aber davon abgehalten wurden.- Auch mochte ich ihm ein paar Hemden schicken.

Hier ist alles sehr ruhig und still und mit dem Landsturm noch alles nur eud dem Papier.

Des fürtreifliehen Onkels Schreiben vom 30sten hatte mir und meinem Freunde unsägliche Freude gemacht, und ich erwarte die versprochene Antvrort. 2war- werden ihm die Hoher Gäste auch viel zu thun geben, indessen wird ihm doch eir. Augenblick bleiben Deinem Vater- ein paar Zeilen zukom- zu lassen.

Herzliche Grösse er. die holde Tante.

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O ü L Ü C