in deinen Umgebungen.
Meine herzlichsten Grüs?e an die unvergleichliche Tfente und den herrlichen Onkel von Deinem Vater
S.Th.Sg.
Bringe mir blos ein Pfund Thee mit.—
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.München, d. 16. May. 1813.
Mein Schreiben vom 2ten Liebes Settchen! wirst du erhalten haben. Vorjezt lege ich zwey Muster von Leinwand bey, damit du ganz gelegenheitlich, weil es gar keine Eile, sondern selbst bis zur Herbst Messe damit Zeit hat, mit der Tante Clemens oder mit der Trautchen absprechen könnest- wo dieser Stoff zu so vielen Handtüchern und Schürzen, als auf den Pröbchen bemerkt ist am besten und billigsten zu bekommen wäre. Sollte sich jezt dazu Gelegenheit etwa zufällig finden, so kaufe das Zeug und schicke es mir mit andern Sachen. Nur nicht mit der Post.
Wilhelm wird dir vielleicht schon gesagt haben, dass die gute herrliche Tante Grunelius dich zu sich ins Haus nehmen will, bis ich dich mit guter Gelegenheit wieder abhohlen kann. Du wirst dich gewiss freuen, ihr an die Hand gehen zu kennen.
Hier ist jezt vor unserer Wohnung gewaltiges Lärmen mit dem Exerciren, der sogenannten mobilen Legion. Da sich nun wohl schwerlich denken lasst, dass sie gegen Russen und Preussen gebraucht werden wird, sc glauben die Leutchen, welshe einen Bruch Oesterreichs mit Frankreich befürchten, dass sie gegen die K.K« werde ziehen müssen. Sc wühlen wir Teutsche leider immer in unsern Eingeweiden.
Sonst bin ich gesund und wohl.- Schacht lasst grüssen. Empfiehl mich Herrn und Frau Engelmann mich Deinen Dich herzlich liebenden Vater
S.Th.Sg.
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München d. 29 Kay 1613.
Mein Herzens Settchen.
Deine lieben Briefe vom 11
und 18 May habe ich richtig erhalten, und auch die Rolle und das Schachtelgen. Ich werde nun wohl dafür in deiner Schuld seyn?
In Ansehung der Reise folge der Anweisung der Tante Grunelius, was dieselbe für gut findet. Auf das Geld kommts mir wie du weisst nicht an, wenns nicht ein paar Carolins übersteigt.
Hat dir Fr Hollweg von einer Reise nach Heidelbg nichts gesagt euf welche sie dich vielleicht mitnehmen wollte? Ware das so würde ich wünschen dass du mir ein Pfund Heyson Thee zu 4 Gulden sonst, jezt vielleicht mehr, dorthin raitnahmest, um die hiesigen Mauth Kosten zu sparen.
Mit Wilhelmen bin ich sehr zufrieden. Wir können seinetwegen ohne alle Sorgen seyn»
Hier sehen und hor-en wir nichts von Blessirten und das Exerciren nimmt euch ein Ende. Kurz wir sind sehr ruhig. Vorgestern feyert.en Schmidt, v Harnier, Fischer, und v Kocher den Wilhelmstag mit mir, dass du nicht vergessen wardst versteht sich.