Kund. Und doch geniesst er zu Goettingen, für vielen hundert andern, eine ausgezeichnete freundschaftli­che Aufnahme. Fr iruss nun auf eigenen Füssen stehen lernen, welches ihn auch gewiss nicht schwer fallen v.ird; dem Him­mel sey Dank! dass ich im Stande war, ihn von dem leidigen Soldatenstande fr*ey zu machen.- Kit dem Päckchen hats keine £i- e - Erkundige dich doch (denn du besorgst ja so gern

Eieine Auftrags) bey Kn Pa"ierhendl er Linnemenn, ob er ir. kien die rücher, die er dort für mich zu kaufen versprach, gekauft und an mich geschickt habe, denn bis zur Stunde he ­b e ich noch nichts erhalten . Sollte er die Bücher etwa mit nach Frankfurt gebracht haben, so lass er dir sie geben und du kannst sie alsdann dem übrigen beyp&cken. Was sie kosten bezahle ihm, ich wills bald dir vergüten.

Mit herzlicher Liebe Dein Vater.

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München d. 21 Febr 1813.

Du Mein braves Settehen1 wirst mein Schreiben vom 7tsn mit weichem ich meine Briefschuld an dich tilgte, er­halten haben. Das deinige vom 6ten beantworte ich, ohne erst auf Antwort zu warten. Mein Schreiben vom 14 Jaenner hast du doch auch erhalten? Wie sehr es dich angegriffen haben wird, das liebe Kind sterben zu sehen, kann ich mir vorstellen. Indessen bin ich beruhigt, da mir der gute On­kel schreibt, dass du dich munter wie ein Fisch im Wasser befandest.

Auch freuts mich, dass dir die Naturlehre Vergnü­gen gewahrt. Wir wollen einstens manches Experimentellen zu­sammen anstellen. Es ist doch immer die angenehmste und nüz liebste Beschäftigung.

Hier ist nun seit einigen Tagen angenehmes, mil­des Wetter, welches uns nach den herben kalten Tagen wohl- thut. Ich bin bis Jezt ohne die mindeste Unpässlichkeit ge­blieben. Im. hiesigen Carneval megs toll zugehen, als Zeuge kann ich aber nichts davon sagen.

Wilhelm scheint fleissigvund in seinen Kenntnis­sen mächtig vorzurücken. Auch er studirt Physik. Anstreng­ung im Studiren' ist freylieh in unsern Tagen nothwendiger geworden als ehedem, wo die Wissenschaften nicht solchen Umfang hatten man sich auch nicht durch so vielen Wust durchzuarbeiten hatte. Frau Elise von Bsthmann, meine früh­ste Bekannte in Frankfurt, ist nun auch zur Ruhe, die ihr in dieser Welt wenig gegönnt schien, gelangt. Herr Clemens wird sich doch wohl nun wieder Srhohlt haben? Schacht lässt grüssen. Mit herzlichster- Liebe Dein Vater.

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München d 25 Febr 1813.

Dank für dein nettes Schreiben vom 21sten. Sollte K Engelmann Herrn Linn emanns Adres se in Wien und dabey er­fahren können ob ihn ein Brief von mir noch dort antreffen würde, sc melde es mir im Fall solches noch möglich wäre unverzüglich. Ists aber nicht wahrscheinlich so brauchst du nicht darum eigens zu schreiben, da es doch zu nichts hilft

Wenn ich nach Frankfurt kommen kann, das müssen die Umstände entscheiden.

Unsre Witterung ist so milde dass ich schon das