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München d. 6 Nov XI.

Ich habe Mein gar gutes Settchenl deinen Brief vo-t. 26 Octbr so wie Kn Engelmanns Brief vom 17ten erst nach deinem, weit spater, nebst dem Schädel richtig erhalten. H Hocheder wer schon acht Tage lang hier gewesen, und besuch­te mich nur auf einen Augenblick, kurz vor seiner Abreise, ungeachtet er bey Gärtners, als*; in unserer Nachbarschaft wohnte. »ilfcelmeBs Brief, den ich indessen gut aufhebe, schicke ich dir nächstens zurück. Ich habe dir schon/ gemel­det, dass ich einen zweiten von ihm erhalten hebe.

Wie mag es doch kommen dass mir Var-rentrapps statt wenners das Päckchen schickten, welches ich nur von dem jungen Wenner erwarten konnte?

Bis heute ist hier des Wetter himmlisch schon ge­wesen. Dass auch die Sonne in dein Zimmer gar lieblich scheint hat mich K Hocheder als Augenzeuge versichert, weil er dazu den ausdrücklichen Auftrag hatte.

Frl. van der Null wird nun mit dem. GhR. v. Fisch­er hierher zurück-ekehrt seyn. Du kennst die wunderliche Creatur, und weisst dass man sie um Fs willen ehren muss.

Der- Glanz des Kometen hat doch schon ein wenig angenommen. Diesen Kerbst hatten wir hier ganz gute Trauben Yi&s machen denn die Zwiebeln, sprossen schon einige?

Schacht hat dein Schreiben erhalten und wird nächstens ant­worten. Ich will dem Wilhelm, einen Telegraphen schicken.

Kit herzlicher Liebe Dein Vater.

Keine besten Empfehlungen an Herrn und Brau Engelmann.

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München, d. 15. Dezember XI.

Mein gutes Settchenl

Ich habe dein Schreiben vom

6ten richtig erhalten, und freue/ mich deines Wohl- und Vergnügtseyns, wenn mir gleich Wunsch noch übrig bleibt, selbst davon Augenzeuge zu seyn. Der Mine brachte ich auf der Stelle dein Schreiben selbst, nachdem ich noch ein klei­nes von in die Addresse geschwind geflickt hatte. Ihr Vater ist nämlich, mit seiner ganzen Familie, wirklich nicht nur in den Adelstand erheben, sondern als wirklicher Gesandter auch Excelienz. Künftig vergiss also auf der Addresse nicht Fräulein von F- zu setzen.

Besuche Ja die fürtreffliche Tante recht fleissig da sie Jezt dir so nahe wohnt, und suche dich nach ihr zu bilden. Sie und der Onkel haben dich recht lieb, das kann ich dir versichern.

Auch hier ist es Kalt geworden, so dass uns seit einigen Wochen der Schnee mehr oder weniger nicht verlassen hat. Doch hatten wir vor ein paar Tagen den schönsten hell­sten Himmel und die Sonne schien recht heiss durch die Fen­ster. Die 7 11, welche Dir H Dr Albers schickte, behal­

te nur, es ist Bezahlung .meiner Auslagen für ihn an K Prof. Koeck für ein paar Abbildungen.

Dein Waohsthum macht mir Vergnügen, ich denke es soll noch nichteder lezte Schuss seyn, den du thust. Im. Winter wirst du wohl auch an Schwere zunehmen.

Schon am 17ten des vorigen Monats schickte ich einen Telegraphen nebst allem Zubehör, an Wilhelm, habe aber heute, wo es volle vier Wochen sind noch gar keine