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sorgst gefallt n.ir.- Was macht denn Onkel Salomon Zu deinem bevorstehenden Geburtstage meine besten

Segens Wünsche. Fs gehe Dir immer so wohl wie bis jezt und Eetrübniss und Unruhe werde dir in keinem grosseren Maasse zugetheilt. Folge deinen Sittenlehrern so w r irds dir wenig­stens an innerer Seelen Fuhe nie fehlen.

Schacht schickt dir durch den abgehenden Postwa­gen ein niedlich Körbchen, von seiden Band. Packe es ja fein säuberlich und behutsam aus, durch Lcsschneidung der Bänder. Nach ausgehobnem Körbchen wirst du noch etwas Geld zu Bestreitung des Portos und ein artiges Brieftäschgen an­geheftet finden. Packe daher die Schachtel ganz rein aus.

Unter andern enthalt sie zwey toptelchen, in dem einen ist achtes aus Münchner Hosen von meinem; Freund Siegl bereitetes Rosen Oel. Nimm dich mit dem. Gläschen in Acht, wel'ts gesprungen ist. In dem andern Gläschen ist achtes Orangenblüth Oel (Oleum neroli) ebenfalls in München berei­tet (destillirt). Wenn du sonst etwas brauchst, so melde es mir, und es soll besorgt werden. Mit herzlichster Liebe, Mein gutes Settchen! Dein Vater

S.Th.Sg

00O00

München, d. 3 Octbr 1811

Herr Doctor Albers aus Bremen, Mein liebes Sett­cheni schreibt mir: «dass er an dich zur Weiterbesorgung den Schädel eines Crang Utangs durch H Hack geschickt habe, dass er aber wegen der Douaniers, die alles nachsehen und untersuchen, das Kästchen offen gelassen habe. Sey also so gut, alles bestmöglich zu verwahren, das Kästchen zu ver-

schiiessen oder zu vernageln, und mir es dann durch den

Postwagen, zu schicken.

Indessen wirst du mein Briefchen und das Päckchen vom Sonntage hoffentlich richtig erhalten haben.

Nochmals wünsche ich dir herzlichst zu deinem Ge­burtstage Glück und Segen. Grüsse Herr und Frau Engelmann.

Dr- Ebel schreibt mir, dass es Wilhelmen wohlgehe und dass es K Ritter in Genf gefalle. Ich denke wir reisen auch noch einmal zusammen dahin, weil es auch mir dort ge­fallen hat. Lebe wohl gute Tochter. Mine und Schacht grüs- sen dich. Dein Vater

S.Th.Sg

Die Auslagen melde mir damit ich sie dir ersetzen könne.

00O00

M(ünchen). d. 10 Octbr 1811

Ich kann Meine liebe Tochter! die Gelegenheit an

dich ein paar Worte beyzulegen nicht unbenuztdessen. Du wirst indessen das Geschenk zu deinem Geburtstage richtig erhalten haben. Hier ist an dem Tage (Maximilian) gar gros­ses Schauspiel Pferderennen, Ausstellung des besten Viehes,

Grundlegung des Steins zum neuen Schauspielhause usf. Den

Plaz wo ich wohne wirst du schwerlich mehr erkennen so schon, so viel, so rasch ist er bebaut werden.

Ich drücke dich aufs zärtlichste Mein gutes Kind, im Geiste an mein Vaterherz!

Grüsse mir H und Frau Engelmann.

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