v»irst doch wohl so viel zu racken, und gut zu ver­fahren gelernt haben? Die Unkosten die dir dies machen wird sollen nicht lange unberiehtigt bleiben. Künftig soll H Dr Albers alles gerade zu an dich schicken.

Den Elephanten rathe ich dir- wenigstens dreymal zu sehen, denn wenn die Handelssperre nicht auf hört-, so be­kommst du einen nicht sobald wieder zu sehen. Merke beson­ders auf sein verständiges Auge und auf die grosse Brauch­barkeit seines Rüssels, erinnerst du dich nicht mehr der zwey Elephanten mit denen Val he In: bald sehr bekannt ward?

Vilhelm hat mir noch nicht geschrieben, Hoffent­lich geschiehts doch nun bald da ich ihm durch den jungen Schlichtegroll, der vor einigen Tagen von hier dorthin ab­ging eine Erinnerung habe zukommen lassen.

Ist Adolph Grunelius zurück gekommen?

68 Pfund bist Du schwer? Wohlan! Das freut mich! über alles aber macht mir deine Zufriedenheit Vergnügen und ich wünsche herzlichst die Fortdauer derselben.

Wir haben hier noch immerfort des herrlichste schönste Vetter. Verliehene Woche hielten die Cadetten, de­ren Corps sich sehr* v/mehrt hat, eine Schlacht auf dem Sta- renberger-see, ein Theil eroberte das Inselchen, das Pulver- Magazin musste auffliegen usf. Kurz es war dort gross Speck takel, ich war aber nicht da, wäre aber mit dir hingefahren wenn du hier gewesen warst.

Bitte K Engelmenr. Euch einmal um 3 Uhr Morgens wecken zu lassen um den neuen Kometen zu sehen.

Das Harniersche Haus lasst herzlichst grüssen. Mina ist so sehr in die Hohe geschossen, dass du sie kaum kennen würdest. Wir können run einander in die Fenster sehen Empfiehl mich Hn und Frau Engelmann aufs angelegentlichste. Du kannst doch meine Handschrift ohne Anstoss lesen?

Mit Liebe dein Vater S.Th.Sg.

00O00

München d. 15. Septbr 1811

Danke, Mein braves Settchen! dem Herrn Engelmann bestens, in meinem Nahmen, für die gütige Besorgung der Schachtel und der Dissertation, welch? ich beyde soeben richtig erhalten habe. Es war hohe Zeit darnach zu sehen, und die Sacher, in der Krukke (dem Krügelchen) fast verdor­ben. Ich wünsche, dass du indessen einige Blumen Zwiebeln, welche ich für dich in Stuttgardt bestellt habe, ebenfalls richtig erhalten hattest. Du kannst sie nur gleich in die Erde in Scherben thun, da du das Gartenwesen zum Theil zu besorgen hast. Melde mir doch gleich, ob sie angekommen sind oder nicht, da ich sie bereits am Isten Septbr be­stellt hatte.

Von Wilhelm habe ich bis zur Stunde noch keine Zeile aus Genf, bloss der Onkel meldete mir dass sie ins Thal Chamouni ziehen wollten, das ist das Thal, wovon wir das Felief in Wachs besitzen.

Auch wir haben hier schon seit dem 5ten den neuen Kometen beobachtet, gar schon aus dem Praeyaraten Zimmer.

Er wird sich im künftigen Monate noch grosser und glanzen« der zeigen, und die ganze Nacht durch nicht untergehen.

Dein Entschluss und Versprechen dir um eine scho­ne Handschrift Mühe zu geben freut mich.

Unter uns wohnt dermalen die Gräfin Hollerstein,