ne Handschrift verbessert. Kürzlich sah ich eine Handschrift einer Gräfinn Kochanowska in Robertson’s (des L<uf t schiff ers ) Stammbuch, welche vorzügliche Schonschreiber für nicht geschrieben sondern für gestochen halten wollten. Ich wünsche sehr, dass du dir diese Zierde in einem vorzüglichen Grade verschaffen konntest. Gieb doch:<Hn Höflich recht gute Worte, und wenn du etwas v.eisst, was ihm gefallen konnte, so soll mir nichts zu theuer seyn, um es ihm durch dich zukommen zu lassen.- Wilhelm hat mir noch nicht geschrieben, daher es mir um so wichtiger war von Dir zu hören, dass er glücklich in Genf angekommen ist. H Oberkir- chenRath Schmidt ist mit Kn Strassburger in die Schweiz gereist, und wird ihn also eher als ich sehen.- President Ja- cobi war heute mit seinen Schwestern bey mir und erkundigte sich mit Theilnahme nach dir. Vom guten Onkel habe ich noch weiter keine Nachricht seit seiner Abreise. Indessen wirst du von Herrn von Tautphaeus, welcher eine Jgfr. Kannskopf zur Gemahlin hat, den zweiten Theil der Vorschriften und einige Pfefferkuchen aus Thorn erhalten haben. Doch hatte ich in der Eile, weil ich beym Herrn Minister zu Bogenhausen speiste, keine Zeit selbst zu schreiben sondern musste die Addresse von Schachtgen machen lassen, mit der ich ganz wohl zufrieden bin so dass sie bis künftiges Frühjahr noch bey mir bleiben wird. Solltest du noch nichts von Herrn von Tautphaeus erhalten haben, so lass dich doch gleich darnach erkundigen. Auf dem schonen Flaz vor unserer Wohnung war die Dult über fast ein kleines Dorf von hölzernen Hausern angelegt und eine Menge zu sehen. Emrfiehl mich Herrn und Frau Engelmann und grüsse deine lieben Gespielinnen bestens
■'von deinem Vater.
Fräulein Mina ist bald so gross als ihre Mutter.
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München, d. 1. Septbr. XI.
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Du bist recht brav Mein gutes .Settchen! dass du mir so recht ordentlich antwortest. Ich 'habe freylich auch nie es anders von dir erwartet. Du hast nun Gelegenheit, wie ich aus deinem Studien Plane sehe, recht viel zu lernen doch wünsche ich daneben vor allem, dass au,dich um eine recht schone Handschrift bemühtest, diese Bemühung greift weder deinen Kor-f noch deinen Körper an, wird dir aber im künftigen Leben in jedem Stande viel nothwendiger seyn als es zu meinen Zeiten war, weil sich überall, und wie ich tagtäglich mehr erfahre, auch hier, die Frauenzimmer gewaltig dar-inn beeifern.
Das Recept für Beulen lege ich bey. Opodeldoc ist wie du weisst, wenn die Haut nicht offen ist das Beste. Dis Vorschrift ist zu einem flüssigen Opodeldoc. Sonst ist gegen das Stossen ohne Wunde guter Essig das beste Mittel.
Frage Gelegenheit 1ich H Mi eg ob er mir wohl den Schädel, den ich ihm einst schickte, gegen einen anderen, ehe schönem als schlechtem, gewisser Ursachen halber, aus tauschen wollte?
Allein auf der Stelle bitte Kn Engelmann, dir zu erlauben, doch in meinem Namen Madame Kelina Guaita gebohr- ne Brentano, oder den Hofrath Wenzel zu ersuchen, die Sachen, ein paar Stohrher-zen und Schriften die sie für mich aus Bremen erhalten hat, Dir zu übergeben, um sie mir sogleich, durch den nächsten Postwagen, zu überschicken. Du