betrüben, denn vor-säzlich Dirs zu Schulden Vommen ^u lassen ist Gott sey Dank! Dir unmöglich.
Kampfe gegen den dich überraschen sollenden Unmutfe, bis Du ihn endlich glücklich besiegt haben wirst, und dessen völlig wieder entwöhnt bist.
Erinnere Dich, der trefflichen philosophischen und christlichen Predigt unserer hochgeschützten Schmidts, betrachte sie wie V*orte vom Biümel gesprochen zu seiner Zeit, zu besondrem Glücke für- Uns.
Du hast jetzt wahrlich alle Ursache zufrieden, heiter und froh zu seyn, und Deine in früher Jugend ausgezeichnete, Dir Aller Herzen zuneigende, gleichmassige Gutmüthigkeit und Gefälligkeit wieder zu erlangen und solche mit des lieben Lenchens sanftem Charakter in den schönsten Einklang und beste Harmonie zu bringen und zu erhalten.
vir Ärzte haben das schöne Loos, wenn wir unser Studium nicht blos um des Erwerbs oder des Ruhms willen, sondern mit Lust und Liebe, aus Vergnügen an der Kunst, und vorzüglich aus Menschlichkeit und Mitleid kurz aus Pflichtgefühl und mit Besonnenheit Treiben, dass es uns leichter wird, als in manchem andren Stande, jeden Tag mit seelenberuhigender üeberzeugung zu rufen zu können visci und mit Titus diem non perdidi
Denn ewig wahr bleibt, dass sich die Menschen durch nichts mehr- veredlen und hohren unsichtbaren Uesen nähern, und wahres Christenthum üben als durch aus Liebe entspringendem Uchlthun den Nebenmenschen. -
Dein von ganzem Herzen Dich und Deine würdige Gattin zartlichst liebender Vater
S. Th. v. Soemmerring