sich zeigen. Dp- sie iin rischsten Ainter dem Tode geopfert werden sollen, so liess ich mir ein Auge wenigstens, von ihnen versprechen, um es für dich zur Untersuchung auf— zuheben. Auch sah ich dort dr?y Schädel von hirnarmen Kindern, davon doch nur einer auffallend besser als der unsri—. ge beschaffen ist. Tn Heidelberg wo wir einen halben rsg *■ mit dem gar herrlichen Kerl verlebten zeigte mit? Tiedemsnn sein in schonen Sälen aufgesteiltes, reiches, anatomisches Cs binet. gesondert von den Praeyaraten der Universität. Leonherd scheint in Heidelberg sehr zufrieden, die Stadt I
war sehr belebt, und hat recht hübsche Heuser. Seine Frau ! rünmte die Geselligkeit und A.rtigkeit der Leute. Ober sei- .. nen Ruf nach Bonn welches enge, dunkle Stressen haben soll hat er noch keine entscheidende Antwort erhalten. Es scheint mir fast als würde nichts daraus, denn euch Madame erklärte sich ganz dagegen, wenigstens hat ihr der Ort gar nicht gefallen. Er wohnt inzwischen noch im Gesthofe, unterhandelnd! wegen eines grossen an zuknüpfenden Hauses mit drey Garten. j In Dsrmstsdt besahen wir aas G.H. Naturalien Kabinet, wo ich ausser dem fossilen Geniel Schädel Fragmente, auch ge- \ rede einen solchen Tapir Zahn, wie zu München und manche
kürzlich allermeyst bey Al 2 ey gefundene ._Zahne 1
b-esahjund langten endlich vorMittegsP d 15 Julius glücklich! in dem geliebten Frankfurt an. Die herrliche Tante ist ganz' wohl. Der Onkel euch ziemlich. Nur Emilie war etwas am Herz! klopfen . . . leidend. Doch ist siexseitdem weit besser.
Hier fand ich den gar fürtrefflichen Brugmens aus Leiden, der zu mir nach München kommen wollte und sich herzlich auf mich freute. Er hat seine würdige Frau und zwey Tochter beyj sich. Er kaufte hier die Sa 1 zw edel sehe Mineralien Sammlung J für Leiden, und besorgt ferner die Ausstattung zweyer neuerJ Universitäten. Dringendst bet er mich ihn zu begleiten oder* doch bald zu besuchen, und dich ihm zuzuschicken, wo er wiej ein Vater für dich sorgen wollte. Folgenden Tags erhielt is• ich die Beylagen von v.d.Hoeck’s und sredirte sogleich al- j les wohlgepackt dorthin. Du wirst nicht unzufrieden seyn, | dass zufallig ein Vorschlag von mir, ohne mein Zuthun in | Erfüllung geht, nämlich dess deineDiss. im Folio Formate erscheint. Das Concept meiner Antwort lege ich hinzu. j
Vor allen Dingen melde mir wie es mit deinen Au- 1 gen gehtv Der- gute Himly hat seinen eigenen an Augen Schwa-] che leidenden Bruder, den p-reussischen Lege t ionsr-ath am hiesigen Bunde - durch Dr. de Neufville an mich gewiesen. *
Von unserem lieben August ist nun noch wenig mit der Tante und dem Onkel gesprochen worden. Beide scheinen , weder zufrieden noch unzufrieden mit seinem Vorhaben. Die 'Iantexmeynte, es würde ihn verph il istern , unthatig machen j usf. welche Besorgnis ich glücklich entfernt zu haben meyne! Die Mutter- hat diese Seite noch nicht berührt, soll aber j die Sache zu hintertreiben sich bemühen. Sie lebt sehr flott puzt sich prächtig, schonet sich gewaltig, sieht viel Leute/ sucht für August ein grosses, vornehmes Leben einzuleiten,-j gab uns gestern ein grosses Mittagsmahl auf dem Forsthause,! und vorher schon einen Thee in Oberrad am dortigen Kirchweihfeste.
Ritters Anstellung ist aus blosser Unthstigkeit, Indolenz, und Mangel am Entschluss, von Seiten des Magistrat noch nicht besorgt, und sehr zu befürchten dass wenn man sich nicht in 14 Tagen entsohliesst er für immer für uns verloren geht und einem sehr vorteilhaften Rufe nach Bremen folgt. Groiölend mit dem wir umständlich darüber sprachen ist höchst indignirt (Forts. & Schluss fehlt)
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