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erst Dienstag Abend da wir sie Montag nicht tra­fen und Mittwoch bey St George bey einem dine, sie ist recht wohl und war Jedesmahl auch recht munter. Sie wird

Emilie wirst Du wohl mit hielt sie nichts ab ih- Sonntag schon ass Wil- recht vergnügt seinen und so nach Erfüllung

Dir bald selbst schreiben, und von meinem Brief schon einen erhalten, ren gefassten Vorsatz auszuführen, heim bey Madame Rollweg und kehrte alten Freund nun auch verheurathet

seiner heissesten Wünsche wiedergesehen zu haben, zu uns zuruck. Mir bangte vor dem Augenblick sie tu sehen, der doch nun heranrückte. Sonntag Morgens, nach dem ich aus der Kirche zurückgekehrt, noch einen kleinen Besuch gemacht hat­te und so ganz in Gedanken versunken, wie schont es wäre wärest Du und Vater hier, wie ich Jetzt fürchte dass sie kamen da ich so ganz einsam in meinem Stübchen ssss und Wilhelm nicht da war, hielt der Wagen und sie Hessen sich ansagen. Kaum wagte Ich bey Ceffnung des Ladens in der mitt­leren Stube einen Blick hinunter, wo es mir erschien als habe ich Emilie gesehen, doch hielt ich die Hoffnung für zu schon um ihr Glauben beyzumessen; mit Herzklopfen eilte ich die Thüre zu offnen die auch sie zu gleicher Zeit erreicht hatten. AugusteHollweg kam mir mit der auch bey Dir so oft gepriesenen Freundlichkeit als kenne sie mich schon entge­gen, und mich ergriff neues Leben als ich hinter Ihnen Emi­lie 'wirklich kommen sah, ich hatte sie so lange nicht gese­hen und Du kannst Dir denken wie es mich freuete sie wieder eben und dabe\ erschien sie mir- in dem Augenblick wie Schutzengel, eine Seele an der- ich mich Helten konnte.

nicht viel doch dem ungeachtet muss ich sehr eingenommen werden da ich schon früher aus Euren

ihn bewundern, achten und auch lieben gelernt hatte, und seine Erscheinung dies alles zu bestätigen konn­te. Auguste weiss sich so gut in alles zu finden, dass es einem; nicht schv/er wird in lebhafter conversstion zu blei­ben, freundlich und zuvorkommend gegen Jedermann kann sie nur einen angenehmen Eindruck machen. Sie hat nebst vielen andern Gaben, auch die, welche mir ganz fehlt, sich gut vorzustellen und recht einnehmend durch ihr ungeniertes We- seyn. Was mir unbegreiflich ist, ist die Art wie sie die Familie benimmt, Jedem muss es wohl auffal- etwas von den früheren Verhältnissen wusste, ganz seyn kann als sey nie etwas vorgefallen, wirklich sich so wohl zu fühlen in allen den

die ihr doch, hat sie wirklich Gefühl sehr drückend sepn müssen: wenn auch

zu ein

August spra für ihn Mittheilungen

sen zu sich gegen len der nur dass sie sc Eie scheint neuen Verhältnissen, besonders im Anfänge

Ile ihr herzlich zuvorkommend sind. Sie tritt mit einem Selbstvertrauen auf wes mich überrascht. Vielleicht-

Lenchen ist verhindert den Brief zu Enden und bittet mich esxfür sie zu thun. Vielleicht also; fahre ich fort­wird Auguste uns noch naher- kommen wenn die ersten Visiten sie nicht mehr sc ganz in Beschlag nehmen und vielleicht dann be^ näherer Bekanntschaft, wenn man sie in ihrer wirk­lich angenehmen natürlichen Munterkeit un:' Lebhaftigkeit sieht such noch gewinnen. Ich bin nun der üeberzeugung, dass es nichts schadete wenn sie dem nur zu ruhigen, erns­ten selbst ängstlichen August auch davon etwas mittheilte, was aber noch nicht der Fall gewesen zu seyn scheint. Er ist noch ziemlich wie-sonst, doch habe ich ihn auch noch nicht recht ruhig und allein gesehen. Seine wenigstens au­sser 1 i c h e Kalte thut mir, ich laugne es nicht, weh;- ich fühle zwar auch alles v.ss zwischen uns steht; doch fühle