Frenkfai-t den 14 August. 1820
Von V».
Liebe Schwester
Soeben erhielt ich Deinen
Brief vom 10 Aug. und eile ihn auf der- Stelle zu beantworten. Sogleich kann ich Dir aber noch keine Anweisung schik- ken weil W. vor Abgang der lost nicht nach Hause könnet; ich verspreche dass sie indess bald möglichst kommen soll, denn
wenn er auch nur darauf warten soll Arbeit verdient hat. Ich musste sehr den Vater geschrieben zu haben dass zufrieden war und so viel ich weiss
Schleich thut mir leid was er d/ seiner Hände sonst glaube ich der Hatte sehr
V» . mit
nichts daran zu corr-igiren fand; auch mit dem Preiss ist er zufrieden.
Frage doch den Vater- ob er weiss wo der Theii von Beensteins Naturgeschicht e hinkan den uns Hof. Mayer lieh und den ich ihm zum zurück geben an Mayer gab. Kaver sagte mir selbst, dass ihm der- Vater einmahl davon gesprochen ihn aber nicht gegeben habe. Ich finde ihn weder unter meinen noch unter des Vaters Büchern die noch im Garten sind, und wünschte doch so bald als möglich zu wissen ob der Vater davon etwas weiss weil mich Mayer oft darnach fragt!
Ach wie traurig ists ‘liss wir noch garnichts bestimmtes über Euer Loskommen wissen! Glaube nur dass wir oft recht oft an Euch denken und uns recht sehnen nach Euch
Muth wenn ich draussen in das ver- nun alles Her Idchen die
eigen zu >: jetzt is die Paar* B dass ' Dir
Her. Nächstens ich von beyden Gares jemand bemerkte. Behalte Du die 0- wie ich hoffe Svass machen zum Ander
es ist mir immer lassne Haus komm schicke ich Euch ten aufnahm ohne riginale wenn si ken an die Dir lieben Orte und an Beinen Dich brüderlich liebenden WILHELM Sg.
Küsse aas Väterchen von mir: wir naben schon öfters seine Gesundheit als Grossvaterchen getrunken; denn dess wir- ein grosses Väterchen haben ist gewiss!
Eben sagt mir W. dass er schon Auftrag wegen des Geldes für fl 500 gegeben habe. Die Anweisung werdet Ihr nächstens sicher erhalten.- Karl ist mit dem Wir haoen 2mahl beym Onkel gegessen seit dis Tante Leneren ist recht wohl und wir sind immer ten uns täglich lieber; dass es im äussern gen und Beschwerden riebt für uns das kann
hilft mir mein liebes Frauchen tragen,
■rdet Ihr- also Dnkel gereist, weg ist. iücklich und ha- Leben auch Sorte nicht anders
seyn, und gerade ich thäte Unrecht mich irgend zu beklagen.-
die
ooOoo
Sg's Frau)
Frt. den 8. Se::t« 1820
Ich eile, liebes Seltenen, meine Versäumniss vom vergangenen i-ostage wieder- nachzuholen. und Dir für Deinen herzlichen Brief den Ich gestern erhielt zu danken, mein angefangener Brief vom Montag der- vor mir liegt konnte Dir ein Beweis seyn dass ich den Fosteg nicht leer vorübergehen lassen wollte und dass es mich sehr- schmerzen musste an einem Tage Dir keine Nachricht geben zu können an dem ich Dir so viel zu sagen hatte. Aber- eben die Eesuche bey Tante, und August Hollweg an welche sich noch einige andre nothgedrungen reiheten machten mir die Vollendung des Briefes ganz unmöglich. Tante kam Samstag Abend den 2 Sept hier an. August wer schon den Freytag gekommen. So wartete meine gewünschtes und gefür-chtetes Wiedersehen, Tente sah ich