worden ist. Es war mir lieb zu hohren, dass Du gute Nachricht vom Vater hast; denn ich hatte lange nichts von ihm gehört und fing fest an für ihn zu fürchten. - Vie­le Grusse von A. u. E.

Auch von mir richte Grüsse an Tnkel und Tante, Freu Hollweg und alle übrigen Freunde aus. Dein Dich herz­lich liebender Bruder WILHELM.

Verzeih mir mein Schmiererei ich schrieb den Brief noch^ schnell zwischen Licht und Dunkel, um ihn meinem Freund Kranne noch mitgeben zu können.

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Gottingen den 6 Nov 1613.

Beste Schwester,

Deinen letztensriefhatte

ich langst schon s j ausführlich, wie er es verdient beant­wortet, wenn nicht die leidigen Unruhen dazwischen gekommen und den Abgang der Post-n gehindert, oder doch sie doch we­nigstens unsicher gemacht hatten. Ich habe von Madame Heyne ein ganzes Paket Briefe die er- ihrem Manne geschrieben hat, bekommen und habe ihm auch sonst noch manches zu senden al­lein ich kann es nun weder über Iranwfurth noch gerade nach München schicken. Ja ich weise nicht einmal, ob Briefe an- kommen, wenn Du also Gelegenheit hast ihm zu schreiben, so sage ihm doch dass mir Mad. Heyne alle seine Briefe habe zu- kommen lassen.- Der letzte Brief von ihm den ich nebst dem Deinigen durch den Onkel erhielt; hat mich ausnehmend ge­freut: es war wieder der erste seit langer Zeit und er schrieb mir darin über mein Studium und alle meine Lehrer so viel schönes und wahres, dass ich es mehrmals und immer wieder mit neuem Vergnügen gelesen habe. Ich lerne den Va­ter nun immer mehr auch von wissenschaftlicher Seite kennen und schätzen. Im vorigen halben Jahre vergieng fast kein Tag, wo ich nicht in irgend einem meiner Collegien ihn nen­nen horte. Blumenbach besonders zeigte eine Menge Präparate Kupfer Bücher etc vor, die er von ihm bekommen hat. Ich freue mich Jetzt doppelt darauf einmahl wieder zu ihm zu kommen und von ihm in Gegenständen seines Faches Belehrung zu erhalten, wie auch seine Sammlung und Bibliothek benut­zen zu Bonnen.- Wir müssen uns freuen dass er auch für dies mahl wie es scheint in München mit Kriegsunruhen verschont bleiben wir-d. Freylich ist mir- für Dich und Euch alle in Frankfurth um so mehr bange, allein ich hoffe dass der Him­mel auch von Euch das drohende üngewitter abwenden werde. Hier sind nur sehr starke Durchmärsche gewesen sonst ist im ganzen eil es so viel möglich ruhig geblieben. Ich verlange auf Nachrichten von Euch. Dein W. Sg. £

Ich wohne Jetzt im Feilschen Hause auf der Jüdenstrsss*

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Göttingen den 11 Februar 1814 Liebste, beste Schwester

Dein herzlicher

Brief vom ersten Januar war mir das liebste Geschenk, das ich hätte erhalten können und ich denke ganz wie Du: konn­ten wir nur zusammenxxksx zum Vater fliegen und ihm zum Neuenjahre und seinem sechzigsten Geburtstage Glück wün­schen, aber ich hoffe, dass wir wenigstens künftig diese