und de du nun siehst, dass es doch gegangen ist, d&ss du selbst vergnügt warst, wirst du nun hoffentlich niehr- Vertrauen auf dich selbst herben. Wir können nun einmal doch nicht immer Zusammenleben und seyn, wie Jedes von uns wohl wünschte, daher musst du dich schon eusserst glücklich schätzen unter so redlichen Freunden und Verwandten se^n zu können, die es so gut.mit dir meynen, die dich so lieb ha­ben und für dein Bestes sorgen, wie es nur der Vater selbst tnun Konnte. Das musst du Ja selbst am b-sten wissen. Schen­ke ihnen daher dein ganzes Vertrauen und sey so offen gegen sie, wie nur immer gegen den Vater, oder mich, denn dadurch w : ie durch deine Folgsamkeit und deinen Fleiss, die sich von selbst verstehn, kennst du innen am dankbarsten für- das ssg seyn was sie für dich thun. Du selbst wirst fühlen, dass du dich durch das Vertrauen am wohlsten befindest und du erin­nerst dich euch wie oft dich Vater so herzlich darum beth, wenn er- sah, dass es dii manchmal ein wenig daran fehlte.

Fs war mir recht lieb, dass du mir schriebst: rDu »-hattest nicht geglaubt, dass du es in Frankfurth ohne uns »würdest eushßlten können, allein nun sey es dir leichter »'geworden eis du gedacnt' hattest»- -- ich sehe daraus wie sehr du deinen Vater und Bruder .1ütbst, du gutes Settchen:

allein hast du nicht zu wenig Vertrauen in dich und in die

> doch hattest haben sollen, da

genabt, in

du

anosrn

du sie ya schon kanntest? und siehst du nicht ein wie Un­recht du ihnen gethan Last! Doch du siehst es ein und hast nun mehr Vertrauen, darum bin icn ganz ruhig um dich.

Vor ein paar lagen habe ich den letzten Brief vom Vater bekam 7!-n ; er schreibt, dass er sich so wohl befinde, als noch je und dass ich nun den nächsten Herbst gewiss nach Göttingen gehen wurde. Dann käme ich natürlich erst nach Frankfurth und bliebe einige Beit bey euch. Ich freue mich schön recht darauf, denn es geht mir nichts über mein liebes Frankfurth. Grüsse Herrn Zngelmann und seine Frau und wünsche ihnen in Augusts und meinem Nahmen Glück zu dem gesunden hübschen Mädchen. Die Tante zieht nun in den Garten wie ich höhre und da wirst du sie l-echt oft besuchen grüsse auch sie und den Onkel recht herz 1 ich von deinem Wil­helm, der einstweilen sich recht danach sehnt euch alle wohl und f.esund recht bald wi ederzusehen . V7. FÖMMERRING.

oc ;oo

Saint Gervais den SO August 1812.

Beste Sch we s t er

Die Nachrichten vom Vater- und

dein letzter Brief zeigen mir, das? dir- es noch immer sehr wohl geht und dass du beständig zufrieden bist. Ich bin es such, besonders seitdem wir hier- in St Gervais wohnen. Es ist ein kleines Dörfchen, be fc . dem ein ziemlich besuchtes warmes Baad liegt, cVs ohngefähr eine Tagereise von Genf entfern.! ist. Wir wohnen hier schon seit sieben Wochen mit Madame Fr-cvost und sind so glücklich, als man es nur seyn kann: denn was wir uns so oft wünschten, ist hier erfüllt: wi: wohnen mitten in den Alpen, nur drey Stunden von Chz- mounix entfernt und können also die schönsten Srziergänge und Reisen in die umliegenden Gebirge machen. Kein schöner heitrer Tag ist noch unbenutzt vorüber gegangen, wie du dir leicht denken kannst: und für deine artige Reisebeschrei­bung, die mir ganz besonders viele Freude gemacht, weil ich