ich ihn in Geiste zu mir auf morgen nach Yver-dun gehe um mit einige Tage im Insti-
befinden und dass einige Tage citi.e weil ich St. Julien der mich hier besucht hat
tut zu verleben. August u. Wilhelm gehen zugleich mit an den Genfersee in die Weinberge« um da es Herbst ist die Trauben Cour zu gebrauchen! Lebe wohl. Dein Freund
C. RITTER.
00O00
Genf den 24 November 1811
Eeste Schwester
Brief hat
mir •=>
viel
Dein
Freude gemacht,weil ich daraus sehe dass du es dir so gut geht und dass du immer so vergnügt bist. Den Herbst hätte ich gern mit euch auf dem Rotherberg gefeiert, zumal da er hier vorbey gegangen ist ohne dass wir es bemerkt haben.
Du schreibst mir es se\ so schönes Wetter bey euch und ebenso war es auch hier so warm dass vor unserem Hause ein wilder Kastenienbaum neue Blätter bekam und in der schönsten Blüthe stand, Jetzt aber wird es bey euch s euch ka.lt seyn. Aus unserem Fenster können wir Zwey ^ohe Berge übersehen, den Jura und den Saleve, die beyde längst inr wsisBes V. interkleid ungezogen haben. Schon manchmal dachten wir an euch und wünschten euch zu uns wenn wir an dem Ufer des See’s spazieren giengen und auf der anderen Seite desselben die verschiedenen Bergketten, die nun alle beschneyt sind, und hinter denen in der Ferne der Montblanc hervorragt, in der Abendsonne rosenroth gefärbt, sich im Wasser spiegeln sahen.
So schon das alles ist so denke ich doch manchmal an unseren lieben Feldberg, v-enn er gleich ein Maulwurfshügel gegen dem Montblanc ist. Ich freue mich recht ihn wiederzusehen, aber eigentlich freylich nicht so wohl ihn als dich und alle unsere Verwandten und Freunde.
Hast du noch rechte Freude am Zeichnen? Ich bin sehr neugierig deine Fortschritte zu sehen. Im Schreiben giebst du dir- viele Mühe wie ich aus deinen Eriefen sehe; gieb besonders darauf acht, wenn du dem Vater schreibst, denn du weisst welches Vergnügen du ihm dadurch machst. Er hat mir vor einiger Zeit einen Brief und ein Buch durch den jungen Schlichtegroll geschickt, der ebenfalls hierher in eine Pension gekommen ist. Er ist ohngefähr von meinem Alter und fast der einzige Deutsche mit dem wir hier Umgang haben. Den kleinen August Seeiigmann, der bey uns wohnt, kennst du vermutlich noch aus München. Er hat auch ungefähr unser- Alter allein es ist nicht viel an ihm, weswegen wir auch weiter keine vertraute Freundschaft mit ihm schliessen wellen. Grüsse die Tante, Herr und Frau Engelmann und alle die sich meiner erinnern recht herzlich von deinem dich brüderlich liebenden WILHELM SÖMMERFING2
ooOoc
Genf den April 1812
Eeste Schwester,
Dein letzter Brief hat mich recht gefreut, denn ich sehe daraus, dass du vollkommen zufrieden bist und dich wohl befindest. Du wunderst dich, dass du es so lange ohne den Vater habest aushalten können