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München d. 11, *April 1818
Den verb indlisc hst en Dank Meinen Ver ehrt est en Freunde / für das überau^Tscflone Geschenk des RhinocerosZahnes, der um so vieles die Grösse meiner doch völlig erwachsenen Zähne, in einem Schädel aus Dava übertrifft,
Die zur Ansicht mit geschickten Zähne haken wi^ sorg faltig verglichen, und die oberen Backzähne deutlicher als die unteren Hirschzähne ähnlich gefunden, freylich sind sie von einer riesenhaften Species desselben, wenig stens nach meinen Speciminibus zu urtheilen, die ich 'von noch vorhandenen besitze,
Wahrscheinlich b esitzen Sie, in Ihrem wahren Vat erlanä e der Hirsche, grössere lebende als wir in dem kälteren Bayern,
Auch die Pferdezähne scheinen sich durch besondere Grösse auszuzeichnen, Der kleine Zahn scheint der zweyte eines Rhinoceros, so auch noch ein Fragment eines Milchzahns desselben.
Ich bin ganz Ihrer Meinung dass die Natur der Lagerstätte der fossilen Knochen über ein Zusammentragen und zusammenhäufen der selb en entscheidet, ich meynte blos so viel ich mich erinnere, durch meine Bemerkung, Ihre Behauptung zu bestätti- gen, dass auch der Zahn an sich selbst schon bewiess, dass ihn keine Menschenhand dorthin geschafft haben konnte, wo man ihn ( versteht sich das Erstemahl ) fand, weil das lebende Menschengeschlecht vielleicht nie eine solche Species von Elephant en sah,
Zu dem neuen Funde meinen herzlichsten Glückwunsch,
Ho fr, Leuben (?) u, Säger machte mir Ho ffnung auf ein paar grosse fossile Pferdezähne u. von Hirschen zu erhalten. Auch wird er Ihnen einen Wunsch in Betreff eines hirneren (?) gewesenen Schädel vortragen,
Bleiben Sie ferner gewogen . *
Ihrem
Soemmerring