Donnerstag den <9 May (1794?)

Mittag

Dßs kalte Wetter- '»'eine Liebe hatte mir einen 1 eich i-en Schnupfen zugezogen weil ich mich nicht warmer kleiden mochte um mich n icn t zu verwohnen. Hier- is ts aber seit^ bienet eg wieder warm, obgleich der Bimmel noch überzo­gen . ist. Dass* es dir und V.ilhelmenen wohl ist freut mich innigst; Er ist doch nicht mehr so unruhig schreit auch hoffentlich nicht mehr so viel, schwatzt dagegen desto fl ei ssiger-, Seine Schäfchen sind doch richtig angekommen?

Dass Andreas Fuss nicht besser ist wundert mich nicht, sondern scheint mir leider in der Ordnungj Lass es C&mpher--Spir-itus noch ferner bisweilen brauchen Geduld ist die Hauptsache denn es ist nun einmal nicht anders. j

Wegen Mlle Thier-r-y w i1 1 ich mit Weidmann heute i noch sprechen, und dir gleich Antwort sagen. |

Das Weinfässchen ist richtig gestern schon ange- j kommen. Rettig habe ich heute Morgen im Körbchen geschickt es sind die letzten, denn ein halb Duzend suserlesene lasse ich zum Sa £ men stehen.

Die grossen Rettig die weiseen nämlich die auf : de: ns ml ic;.en beet stehen ziehen schon Saamen.

In welchem zustande ist kam denn das Scherbchen Di 1 X- ü. 3Ti ^.Sc 5 da cTi t len muss dies negen ähnlich er Fälle wis­sen. überhaupt bitte icn meinen 1 engen Brief pünkt#-

lich zu beantworten felis er- noch existirt.

Sonst ists Jetzt recht still und ordentlich im Hause, ausser dass dem h Caimtcn. und H F. Creve fleissig zu gesprochen wird.- Die Herbei braucht doch Jemand der sie führt denn Selbständigkeit hat sie nicht.

Vergiss doch nicht des Zeug oder Tuch für Meister Sobald möglich besorge doch Harnisr-s bitte -

ft eins Kommt

dir dieses zu sehvv shalo herauf 4'enen .

ichs selbst besorgen Dein alter- S.

ocOoo

(1796?) - Dienstag zehn ühr V.M. d. 26 Jul.

Schenk doch der guten Anne etwas zu ihrem heutigen Namenstage. Ich fuhr ganz allein zurück weil die Herrn für gut landen sich noch in Wilhelmsb&d zu amüsiren und mit ihrer- Nationalwür-de zu r&radiren.-

ünterv.egs sowie noch gestern den ganzen Tag konnte ich mich gar- nicht zufrieden geben, dass ich dem Kleinen, der mir so schmeichelte, mich sc liebkoste, und so glück­lich schien, dass icn fcey ihm war- - sc hart seyn musste, ich wünschte ich hatte nicht geachtet, gethan als hätt ichs nicht gesehn. Ich kann dir nicht sagen wie tief es mich senmer-zt wenn er- so eigensinnig ist. Ich hoffe das v/lier-t sich sobald er- aus Philipp in ens dummen Händen ist.- Den Ver such wollen wir nächstens machen. -

Soeben bringt mir T apa deinen Brief.

Gcntard zeigte mir gestern Suzettens Briefe, wo­rin nicht einmal so viel von Mali steht als in dem deinigen ich will dir- die Addr-esse schicken.

Ich begreife nicht dass gerade an die Grossmäuler der Vorfall an den Boeder Hefen kommen muss, vielleicht waren die Narren zu stet gefahren. Im Tag ist so was nicht möglich well der Weg immer von Fuhren voll ist. So was macht auf mich keine Wirkung.

In Ansehung des Projectes hast du wohl Recht, fs