um die Reihe Ihrer Briefe nicht, zu zerstücklen fahren liess.) Dass Sie es auf eine sehr leichte Art thun können ersehe ich auch daraus dass Sie schreiben -ich solle mich an Hn Schulz schlagen der mir das Geld vor-schlesen solte und der es künftig abrechnen könte»* Hieraus dünkt wol Iten Sie mich schliessen lassen dass, Sie zwar es bequem übrig hatten, allein dass Ihnen die Obermechung un-ngenehm seye. Doch ich hoffe Sie werden auch dieses kleine Oberwinden - Die Summe deren ich hiezu benöthigt bin (den die Reise Route habe ich Ihnen schon in einem der vorigen Briefe angegeben ) ist nach Abzug alles Entbehrlichen ohne Fostgald nach aller möglichen Erkundigung 600 Thl - wozu noch 100 Thl Postgeld kommen sodnss alles auf etwas über ein halb Jahr eingerich­tet 700 siebenhundert Thaler zum allerwenigsten ausmachet.

Ich habe hier bey noch darauf gerechnet dass ich von Hn Bofr- Böhmers Sohne der bald von London zurück körnt werde prci'itiren können.

Diess alles zusammen genommen u ernstlich erwogen lasst mich ger nicht zweifl^n, dass Sie mit erster Gelegen­heit des Geld zu dieser Reise an mich übermachen werden, oder wenigstens im nächsten Briefe mir sichre und bstimmte Nachricht wegen Übermachung der Summe erth-ilen werden so dass ich mich noch im April af die R»ise begeben können.

Von der Beförderung die ich noch vor der Absolvirung meines Aufenthalts in London erhalte, bitte mich vorjezt mit Er­kundigung nach derselben, nur eine Zei-lang noch zu verscho­nen, indem ich eher nicht ein Wort davon zu schreiben mir lest vor-gesezt habe, bis alles ga.nz fertig ist. - Allein dass zur Erhaltung dieser Beförderung meine Reise unentbehr­lich ist, dass glauben Sie mir vorjezt als eine Sache in der ich es nie wagen kan sie VerEhrungsWürdigster Vater im mindesten zu hintergehen. u dass ich daher ohne zu Reisen gänzlich an meinem Glücke gehindert werde, darf ich wohl nicht darthun - Diese Summe hoffe ich soll mir nun endlich bald dahin verhelfen, dass grösste Vergnügen zu erreichen, nehmlich einen beträchtlichen Theil der an mich gewandten Kosten abtragen zu können. Von dieser Beförderung also nicht mehr- als folgende Worte; An Anatomen fehlts, und sie müssen (wie V.'"i isberg sagte) mit Gold aufgewogen werden.

Um Ihnen noch einiges von meinen Beschäftigungen zu benachrichtigen, so bestehen dieselben Jezt (ausser meinen Collegiis, in Weiterschreitung in Anatomie u Chirur­gie u zum Theil auch Eotanik) ausser noch einem Scripto von 2 od 3 Bogen, in Erlernung des Englisch u Französisch sprechen als welches zur bevorstehenden Feise mir gänzlich unentbehrlich ist. Ich erwarte sehr sehnlich mit nächsten Festtage Antwort und wenns möglich ist das Geld selbst

S. Th. Foemmerring Med. D.

Meiner Iheuersten Mutter - Liebsten Brud-er u Schwester bitte mich zu empfehlen an welche ich auch bald schreiben werde Meine Opponenten waren Froffessor Wrisberg u Doctor

*