ists ferner bekannt, dass die Einrichtung cHr Englischen Hospitäler so vortrefflich ist dass ihnen darinn kein Ort gleichkommen kann, so werden Eie mir^ selbst rethen, u Kosten verleihen mich dahin zur Erweiterung meiner Kenntnisse zu beheben. Ferner ist selbst (welches ich Jedoch noch vor-erste zu verschweigen bitte) Baldingers Praxis mir nicht hinrei­chend, u sehne mich auch hierinn nach grossem Lehrern. So ist auch wahrhaftig sehr sonderbar dass ich ausser Pocken keine einzige hizzige Krankheit selbst gesehen habe, und diese sind doch die schwersten indem men nicht Zeit hat viel nachzulesen, u was ist vor ein Unterschied eine Krank­heit selbst gesehen zu heben und sie bloss historisch zu kennen. Auch hierinn verlange ich besrerig nech mehr-erem Unterrichte, um aus Analogie schliessen zu lernen; und da der Geist des Widerspruchs nie so stark als Jetzt geherrscht hat (in dem grosse Aertze andren Just entgegengesetzte Wege bey Heilung oft ein u derselben Krankheit e'nschlagen) so verlangt niichjsi mit der grössten Begierde, selbst aus Kranken­bette einige unpartheyisch zu beobachten, ob sie ihre Lehren nach der Natur oder ihrem Kopfe modeln, u dann will ichs erst wagen selbst mein Heil er eigenen Patienten zu versu­chen - Und endlich so berufe ich mich auf Ihr eigen Beyspiel den Ihr Glück in der Ausübung unsrer Kunst schreibe ich keineswegen einem Glücke, sondern hauptsächlich dem zu dass Eie selbst Barhoover. u Hof 1 mannen, die einzigen befden grossen Aer-zte die Holland u Deutschland in diesem Saeculo gehabt lut, gehört haben und beider Schulen Lehren verbinden! Sie haben es Ja selbst erfahren welch ein unendlicher Vor­theil es ist mehrere medecinische Schulen selbst persönlich besucht zu haben. Ich habe daher nie gezweifolt dass Sie diesen Vortheil, dieses Glück Ihrem Sohne werden zufHessen lassen. Daher habe ich Ihnen für diese Güte mich reisen zu lassen vor den Augen des lublici in der Dedication Denk abzustatten nicht unterlassen. Ich ersuche Sie daher ipnigst Gütigster Vater mir auch zu Erlangung dieses einzigen vrahren Glücks der eussersten Vermehrung und Pereichrung meiner Kenntnisse so viel nur immer meine Jahre fähig sind, Ihren Leystand zu kommen zu lassen; Ob es wahrscheinlich sey dass ich gehörigen Nuzzen vom Reisen machen werde, wird Sie such das von fcaldinger (eines Cannes dar mich in der Lage der Sechen und der Verhältniss ind der- ich mit ihm stehe, wahr­lich nichts weniger, als gelobt haben würde, wenn er es nicht zur Steuer der Wahrheit schuldig wäre) m Programm» eingehäng­tes Ur-theil überzeugen - und vielleicht euch selbst meine kleine Arbeit. Via willig und gütig Sie di? Kosten darzu mir- zuf Hessen lassen werden, kann ich daraus abnehmen, dass Sie Bester Vater meinen V.ünscher zuvorkommen, und mir münd­lich (welcher Stunde ich mich noch sehr feyerlich erinnre) .versprechen, mich nach in Goett geendigten Studien, auf Reisen zu senden - Sie der Sie fortfuhren mich in dieser Erwartung durch verschiedene Briefe zu bestärken (Welche Zeilen ich sorgfältig sngemerkt habe und anfangs Ihnen zu zu senden willens war, allein welchen Entschluss ich nachher