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Unvollständiger Brief aus Gottlnge n vermuthlich

November 1777.

... Ich wünschte dass Tie diesem Gelde noch als

ein kleines Weynechts present etwas beil%en mochten, da ich diese Beilege fürwehr so n5thig, nothig! brauchen kenn. Da ich meine Zeichnung noch nicht fertig habe so kenn ich euch nicht die ganz gewisse Kosten derselbe anzeigen, soviel ist gewiss unter 70 Thl werde ich nicht davon kommen Bedenken Sie Vater, dass Sie durch Ihren Sohn, durch dies Geld - (wie ich mir schmeichle, die besten ) Zeiehnungen- von diesem edlen wichtigen Theile der V^eljt und Nachkommen^ schaft die Ihnen dafür danken wird, überliefern, so werden Sie keinen Augenblick anstehen, mir das Geld, mit dem gröss­ten Vergnügen zu übersenden. Von 32 ^ bleiben noch 17 Thl übrig diese kommen zum Druck der Diss wenn ich noch was von andern dazu thue. und sollte ich auch nachher den Hing ver­kaufen. Das gewohhliche Progr kostet 1 Louis dor und da ich nicht einen Pfennig unnöthig ausgeben will so will ich hier beym gewöhnlichen bleiben. Den Louis dor habe ich den 22 ^ dahero zugesezzet. -

Gegen das Ende des Decembers hoffe ich dies Geld noch zu erhalten weil ich glaube dann meine Kupf fertig seyn werden, denn aufs praenuTimeriren für die Kupf. lasse ich mic h nicht ein .

übrige Neuigkeiten - Ich habe einen Anstoss von einem ziemlich heftigen Fieber gehabt; bin aber glücklich gesund geworden - Die Klinischen Übungen ccntinuire ich noch emsig - Von meinen Aussichten de ich bis jetzt wenig gewisses - (denn um ganz gewisses zu erhalten muss erst meine Diss da seyn, als worauf men jemand verweisen kann. Dass ist mit eine Ursache warum ich mit der Diss so sehr eile - ich arbeite daher deren so sehr dass ich bisweilen unter Büchern wie vergraben bin. Sauer wenigstens lasse iehs mir zuverlässig werden, allein ich zehre aus wie ein Specht und bin sehr mager Sie werden sich gewiss wundern wie ich jetzt so wenig esse, mein &tgen muss sehr einge­schrumpft seyn. Seit Michael bin ich bey keiner Seele nicht zuni Caffee Besuch einmahl gewesen oft esse ich des Abends nichts, aus Geitz nicht paar Pfennige auszugeben bisweilen habe ich einen Anstoss von Hypochondrie allein ausser mei­ner Brust mit der es so ganz richtig nicht zu seyn scheint, sind meine Digestions Werkzeuge wie es scheint in statu Integritätis, und Fett ist ja ungesund, dies fehlt mir so sehr, dass mir der Mangel desselben fast zur Last fallt, denn liegt der Arm zu lange auf, so schirerzts, weil der wenig bedeckte Knochen die H&ut drücket. Im Essen^bin ich daher zuverlrssig kein Thorn-r mehr. Dass ich rema ch lieh lebe wie Sie glauben, kann ich freylich nicht, da Sie nicht um mich sind; anders als durch diese Worte von mir ableh nen. - Gott helfe mir nur aus dem Theuren Gottingen. Ver­schiedene Sachen sind im Preise seit einigen Wochen gestie-