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das Monument des Gellerts welches vor seinen Schriften !

nach der.neuesten Ausgabe stehet; Es ist schon allein miserabel plecirt indem gantz abscheulich falsches Licht es bescheinet. Von da gingen wir in den durch gar zu grosse Kunst mehr verstellten als verschönerten Appelischen Garten, i Ueberhaupt werden einem die Leipziger Gebäude und die gantze Stadt lächerlich wenn man Berlin gesehn hat. Nur in Berlin herrscht griechischer und achter Italienischer' Geschmack in Ansehung der Bauart. Ich ersuchte Hn Reintha- ler (Optikus) der nach Hn Henelken fragte und sich von ihm einen Brief vermuthete. Ich erkundigte* mich ferner nach d 4 Brüder Ferrari gebohrene Italiener bey denen Ich d

Laocoon Homer Cesar et alios in Gyps von d Originalen in ' j Rom abgeformet gegossen sähe. Den letzten Sonnabend zeigte * mir der Jüngere H D Pohle noch seines Vaters Praeparate Einige Tage vorher hatte er mich in den Botanischen Garten geführt d er selbst mit vielen Pflantzen vermehrt. Auch ! sahen wir des Winklerische Gemählde Cabinet in welchem besonders 2 von Tellern gewählte Kopfe vcrgezeigt wurden^

Ich bin auch mit bey einer Juristischen Magisterpromotion bey der H von Watzdorff praesidirte zugegen gewesen. Die Messe ist sc ziemlich frequent gewesen. D 2 Octbr H 11 fuhren wir aus Leipzig ab und kamen bey ziemlich miserablen Wetter d 4 in der Nacht h 2 nach Gotha Unterwegens ist sonst nichts anmerkungswürdiges vorgefallen ausser dass die Expedition nicht so prompt wie in Preussen ist; Ich hatte mir Sachsen viel schöner vorgestellt allein unsre polnische Dörfer unterscheiden sich nicht von d sächsischen ausser nur in der Sprache; Ich wolte sogar einigemahl polnisch, zu reden anfangen weil ich sc manches Dorflein was von weitem Splendeur machte in der Nähe einem polnischen Neste sehr , ähnlich fand. Den folgenden Morgen gingen wir sogleich zu Hn Pommer der uns sein Logie anbot welches wir auch annahmenJ Er führte uns auf die * Bibiiothek und H Hofrat v Schlaeger . 1 zeigte uns einige schone Bücher besonders ausnehmend , \

vortreffliche k S S worunter' sich eine illuminirte deutsche Bibel_und des ächte Original des Breviarii Keysers Carl V ; auszeichneten. Er führte uns weiter in des Münz Cebinet welches den Ruhm den es auswärts hat vollkommen verdienet.

Ein ansehnlicher Vorrath von wohlgeordneten und kostbahren go'ldenen Münzen und'Medaillen zeichnen es vorzüglich aus;

Wir nahmen Gelegenheit bey Vorzeigung verschiedener Spott Müntzen uns wegen der Medaille von der sie mich hatten den Abriss machen lassen, näher zu befragen. Hier sahen wir auch eine in England euf unsern König sowie auch seine von ihm geschlagene Müntzen und Medaillons. Einen Louis blanc der ausserst rar ist, er ist von Ludwig* XIV worauf er sich ohngefshr totius crbis dominum nennt; Türkische Müntzen « Invenlions und Spott Müntzen. Den folgenden Tag sahen wir den sehr ansehnlichen Vcrrath der Silberkammer d Wellgarten und das Schloss. Den nächsten Tag führte uns K Pommer ins Fridrichsthe1 und d Parc oder d neuangelegten Englischen Garten auf den der Herzog sehr viel Kosten verwendet. Den 4 Tag drauf sahen wir den Herzog die Herzogin und die Schwester