Die Vorstädte sind hinweg, und wann die Alten aufstehen soll­

ten, so würden sie ihr Vaterland nicht kennen. So gar ist alles aus dem Blei gerückt und zugrund verderbt worden. Ach Fried­berg, Friedberg, wem soll ich Dir vergleichen und wofür soll ich Dich rechnen? "

Neben seiner beruflichen Tätigkeit nahm Joh. Senckenberger auch am Öffentlichen Leben teil. Es gab in jener Zeit keine offizielle städtische Chronik, wohl aber solche von Privaten verfaßte. So berichtet Johann Philipp M o h r , daß am 2p.11.l649 J. Senkenberg durch ordentliche Dahl in den Rat "erfordert and bestedigt" worden ist. Aus dem "Hausbuch" des Nikolaus Arnold erfahren wir, daß J. Senkenberg bei der "Errichtung des Manuals", d. ist das "Handbuch der Einnahmen und Ausgaben der Schatzungen" 1656 zugegen war. Auf einer Namenstafel im Wetteraumuseum aus dem Jahre 1658 findet sich in der Ämterbeschreibung J^h. Senckenberg als "Vihezeichengeber aufgeführt. Ferner wird unter dem 8.9.166$ erwähnt, daß J. Senskenberg beim "Gastmahl anläßlich der Wahl des besagten Nik. Arnold zum"Schöpchen" d.h. Schöffen" zugegen war. Das war ein für die damalige Zeit bedeutsames gesellschaftliches Ereignis. Einer Aufstellung der Bürgermeister können wir entnehmen, daß J. Senckenberg 16$1 und 1653 zum "jüngeren Bürgermeister* und in den Jahren 1659* 1663 , 1669 und 16?4 zum "älteren Bürger­meister" gewählt worden ist. In diesem höchsten Bürgeramt ereilte ihn dann der Tod. Wenn Joh. Senkenberg 2mal das Amt des jüngeren und 4mal das Amt des älteren Bürgermeisters inne­hatte, so läßt sich daraus der Schluß ziehen, daß man auf