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erwähnt in einem Aufsatz "Bürgerwappen in Friedberg*, daß von J. Senkenberger auf einem Leihbrief 1671 ein Lacksigel mit Wappen und der Legende " 3 S " erhalten sei.
Zum Familiennamen sei noch bemerkt: Es wechseln die Bezeichnungen Senkenberger und Senkenberg ab. In dem "Kopulationsaus- zügen" aus den Kirchenbüchern der evang.Pfarrei Friedberg wird am 28.11.l64ß der Familienname Senckenber ger erwähnt, desgleichen im Taufprotokoll für 1644 und 1647. Dagegen heißt es 1650 Sencken berg ; 16$2 wieder Senckenber ger , 1655 Sencken- berg, ebenso 1657* 1660, 166$,
Auch Schreibweise des Namens ist nicht einheitlich: Manchmal wird er mit k geschrieben, was zutreffend ist, wenn man den Namen vom Gesenke herleitet. Pie spätere Schreibweise mit ck wird bis zum Aussterben der Familie beibehalten.
Johann Senkenberger hat es in Friedberg zu hohem Ansehen gebracht. Pie Mohren-Apotheke führte er in einer Zeit der allgemeinen Armut erfolgreich durch die Leiden Friedbergs im ausgehenden ßO-jährigen Krieg. Die Stadt war - wie viele andere - von den schier endlosen Kriegswirren hart betroffen. Sie mußte mehrere Belagerungen über sich ergehen lassen und erhebliche Kriegslasten tragen.
Ein anschauliches Bild der Lage Friedbergs gegen Ende dieses Krieges vermitteln die Predigten des Pfarrers K r e i d e 1 , der sie unter der Überschrift "Jeremias Klag, Teutschlands Plag" 1647 in Frakfurt im Druck erscheinen ließ. Parin heißt es u.a.i "Wie liegt diese Stadt so wüst, die voll Volks war! Dann da zuvor Häuser gestanden, da seins jetzt wüste Placken.