wurde Magister, war evangelischer Pfarrer in Hauskirchen in Niederösterreich und starb vor 1593* Da Balthasar Senckenberger auch ein schankberechtigtes Patrizierhaus in Troppau besaß, blieb seine Familie dort ansässig. Job Senkenberger, der Vater des Johannes Senkenberger, der um 1614 erwähnt wird, war ver­mutlich sein Sohn. Er soll um 157^ geboren und nach I6ß4 ver­storben sein* Nähere Nachrichten fehlen.

Pie kommt nun der 160<? in Troppau geborene Johannes Senken­berger nach Friedberg in die Wetterau ?

Schon v o r Luthers Auftreten hatte es in Troppau ein Stadt viertel gegeben, in dem Alt-Evangelische oder Waldenser lebten* Während sie im übrigen Europa aufgrund der geltenden Ketzer- Gesetze blutig verfolgt wurden, blieben sie in Troppau durch anderthalb Jahrhunderte hindurch unbehelligt. Deshalb flüchte­ten auch zahlreiche Waldenser vor der Inquisition nach Troppau.

H a m m a n n hält es für denkbar, daß auch der I.Zenkenberger als waldensiecher Flüchtling nach Troppau gelangte, denn auch in Mähren waren viele, besonders Deutsche, vom waldensischen ^xiäxxSSSüllt. (Die Inquisitoren sprachen von "Unkraut").

Auf die Waldenser ist es sicher zurückzuführen, daß Troppau in Luthers Tagen schon sehr früh evangelisch wurde. Aber auch die Nachbarstädte Ratibor, Leobschütz und Jägerndorf - damals alle im Besitz des hohenhollerischen Markgrafen Georgs des Frommen von Brandenburg-Ansbach - wurden evangelisch. Im Ver­lauf dieser Entwicklung verließ um 1550 der letzte Priester des Deutschen Ritterordens Troppau.

In der Regierungszeit des in Spanien streng katholisch erzo­genen Kaisers Rudolf 11.(1576 - 1612) wurde der lutherische