Gertcf;tsiche Bekanntmachungeu.

3309 Steckbrief.

In Untersuchungs-Sachen gegen den vormali­gen Schaafhandler Georg Funk, aus Alten­schlirf,'wegen mehrfachen dritten Diebstahls, er­suchen wir alle Justiz- und Polizeibehörden des In- und uslandes unterMittheilung eines Sig­nalements des Angeschuldigten, welcher in ver- wichener Nacht nach Durchbrechung seiner Fe,sein nnd des Arrestlocals aus der Haft entflohen ist, sorgfältig auf dieses der öffentlichen Sicherheit gefährliche Individuum invigiliren und uns den­selben im Betretungsfalle wohlverwahrt, gegen (Erstattung der Kosten, wieder zcifuhren zu lassen.

Ortenberg, den 18. Juni t84o.

- ? - . Großherzgl. hessisches Landgericht.

* Mosler. Schaum.

Signalement des Georg Funk von Altenschlirf: lter: 55 Jahre,

Große: <; Fuß r> Zoll 2 Strich,

Haare: dunkelbraun,

Stirn: schmal und bedeckt,

Augenbraunen: graubraun,

Augen: blau,

Nase: spitz,

Mund: klein,

Zahne: gesund,

Bart: braun melirt,

Kinn: rund,

Gesicht: oval,

Gesichtsfarbe: bleich,

Besondere Zeichen: eine Schnittnarve am Hals überiu Kehlkopf.

Kleidung.

t. Ein runder Hut mit herabhängenden Krampen.

2. Ein schwarzes, braunn wollenes Halstuch

3. Eine dunkelblaue, über einen . gestrickten Wamms gezogene Weste, mit blanken Knö pfen, von verschiedener Form, wovon zwei fehlen.

4. Ein nicht mehr neuer, hinter der rechten Schulter am. AriN etwas zerrissener blauer Kittel, von halb baumwollenem und leinenem Zeug.

5. Ein 'Paar graue, an den Kuren gestickte und durchlöcherl e Beinkleider.

6. Ein Paar bis an die Waaden reichende Stiefel.

7. hellblau wollene Strümpfe.

und ihm als nächster Verwandter das hiuterlas- sene Vermögen zuznerkennen.

Cs werden daher der obengenannte Johann Siemon Siegel, sowie dessen etwaige Leibes- oder Testaments-Erben, hierdurch vorgeladen, im Termine den 4. September d. I., Vormittags 9 Uhr. dahier vor Unterzeichnetem Justizamte sich einzustnden, das Vermögen in Empfang zu neh­men , beziehungsweise ihre Airsprüche daran rechtsgenügend zu begründen, widrigenfalls der Erstere für tvdt erklärt und das Vermögen des- selbsir dem sich gemeldeten Brrider Johannes csiegel zuerkannt werden wird.

Eschwege, in Kurhessen, den 13. Juni 1840. Kurfürstl. Hess. Justizamt l. das.

L o m e t s ch.

Zur Beglaubigung:

L o h r e y.

3310. Edr'Galladung.

Der vorhinige cstadtwaagenmeister Johann Siemon Siegel dahier, geboren den i6.st.Nai 17<>5, Sohn des Johann Philipp Siegel, ist vor langen Jahren nach Amerika gegangen nnd hat seit dieser Zeit nichts von sich hören und sehen lassen. Dessen Vermögen hat sein Bruder, der Kramer Johannes Siegel zu Kassel, bisher gegen Cantion in Besitz und Benutzung gehabt. Dieser hat nun aber, da der Abwesende bereits das 70 sie Jahr znrückgelegt hat, darauf angetragen, seinen abwesenden Bruder für tobt zu erklären

Literarische Anzeigen.

3si l. Höchst tvickrtlgeS Werk für Staats- Mld dbegierm;asbe.rm te., Natiouakokouo-

men, Fabrikanten und Äausteute.

In der I. bast'fchen Buchhandlung in Stuttgart ist erschienen und in Frankfurt a. M. in der Buchhandlung von F. Boselli, sowie in allen übrigen zu haben:

Ueber den

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2 Bände 5 fl. 24 kr. oder 3 Thlr. 8 ggr.

Bei der hochgespannten Aufmerksamkeit, welche sich in unfern Tagen den Interessen des Han dels' nnd der-Industrie zuwendet, dürfen wir die obige Schrift des rühmlichst bekannten Herrn Verfassers deiri gesammten Handelsstande, so wie Staatsmännern und Regiernngsbeam teil als ein in jeder Beziehung gediegenes Werk empfehlen. Es vereinigtRei.chhältigkeitnnd Tiefe mit einer eben so bündigen als klaren und an fchaulichen Darstellungsweife,- unch axas seinen Aauptvorzng ausmacht, es hält bei der Beleuch t;ing jener hochwichtigen und so tief ins Leben eingreifenden Interessen auch überall die pr.ac- tis.cherr Gestch^puukce fest,-Wie mau 'S nur erwarten tonnte von einem Schnslstelcor, der ein tief denkender, und gründlich gebildeter Na tivnalökon.om und.zugleich ein in den obersten Sphären der Handel-üveit practisch einheimischer Geschäftsmann ist. Um die hohe Wichtigkeit und den hohen Werth der hier abgehandelten Le bensfragen für die Nationalwohl fahrt bemerklich zu machen, weisen wir. aller leeren Anpreisungen uns enthaltend. schließlich

auf das reiche Jnhaltsverzeichniß hin.. "ttd ßnd überzeugt, daß ein solcher Gegenst.md. aus solche Weise behandelt, unter asten G ^ ten, welche in den Jnteresien l,erGtt ' ben, des lebhaftesten Dankes versichert sey.

Privat-Bekanntmachungen.

3153. mfic föaffclet Lotterie,

Ziehung üter Klaffe am ü. Fuli H^wtge- winne: fl. 32 ,Mir, 2tt,2A», 8/n0,

3500, 10 ö i~50 ic. Ganze 2oo|e a fl. 40 io wie mit Verzichtung auf die Gewinne unter Nthlr i09 ä fl. 34 auch '/> und 4 vooss im Verhältnis', sind zu haben bei

q. &* S. Frredberg, Hauptkollekteurs, Schnurgasse, H. 53, iii Frankfurt a. M.

3812. Andurch habe ich die Ehre jedem Blumenfreunde meine ausge­zeichnet schöne Scmmergewächse m den stärksten als auch sch 'Pcheren Eremplar'en, in einzelnen Pflanzen für in Töpfen, als auch in gr ßeren Parlhien für Biumenoee.e, sämnüli'ch versimmert und mit Erdbälicher, von g kr. pr. St., von welchen die Stärkeren nahe aii der Blüthe stehen, auf das besie zu enipfehlen, als Balsaminen, sehr doppelt, hohe und zwerg, m circa 12 Farben, ebenso doppelte niedere zwerg und hohe Röhren-Asser in inl2 Farben,,ganz ertra breite Hahnenkämme in !> Farben, zwei und

dreifarbigen Anlarenth oder Taiisendschön, Kngel-

amarenth in 4 Farben, sehr nett,, Leal'u-«,-. puren ninjor, kleiner, iii div. Farben,

Jhoris in 3 Farben, Lössel-Bassilikum, gr ßer, kleiner feinster Kugel-Bassilikum rc. ic. Kürbiße, größter Zentnerschwerer, oft i5o200 Pf., gelb und grüner 12 Pf. schwerer, Bischofsmütze, sehr schön', Straußen Ei u. d. m. in Töpfen zum Aus- pflanzen, starke Pflanzen per Pflanze 12 kr.

Auch eine neue vortreffliche Art Kohlrabi-Sei­lern, welche die Köpfe über der Erde macht und hellweis, Laug-Zwiebel; beide Pflanzen Gattun- gen sind in dem Mistbeet gezogen und deßhalb sehr stark. Für Emballage bitte eine kleine Vergü­tung beizulegen.

Herfortb,

Handelsgärtner am Klapperfeld B. 112

3302. Mousseline de Inine, moderne Muster, 5 21 fr.; festfarbige, glatte und Köper-Baiim- wollenzeuge n H kr» die Elle; Lederleinen das Stück von' 72 Ellen ganz leinen 5 fl> W> bis fl» 24. Gestickte Tüll-Hauben und Kragen's 12 kr. Salomsa Zrr-nz,

Schnurgasse i. No. 37, der Gelnhäuser- gasse schräg gegenüber.

3813. Ein neues einspänniges Chais- cheru nebst einer zweispännigen Post- beichaise, beide mit Glasverdeck, stehen _ zu verkaufen in Hanau bei E. Vv:tz, schmicdmeister.

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Durckdrm'gett von der hoben Bedentlmg der heurigen Cäeula'feier der Erfindnnq der Buch- druckerkunst, deren Gegenstand als die Epoche der höchsten Se '.cusertheisung des Himmels für den

gulttge Entjchuldlgung wegen der Herarrsgade dieser Blätter dürfen. Wir zeigen demnach hlernrir u> fern Lese-n f eundlichst Juni, l'los das Hanvtdlatt liebst der D.da?ka'ia, nicht aber di dl ser Blatter, am Jmri endlich um die Mittagszeit lelos i

vin, dach am er sten Festtage, den 2.^. e Beilage; KM 2Z

ga keines

dl ser Blatter, am 2G.Jurrr endlich um die Mittagszeit lelos das Hametblart und die'D''slasla ew scheinen werden. D.e Herausgabe » nfrer Blatter auf diese Art- geschieht b sonders dGhalu damit

misic Sctzvr »nd Druck«-, d-m-u, wie uns rn vrr hrrcn Lcseru, dirft Jahrbnudcrt-Fner iiie'wckd^r- kehrt, sich der Beg hung de-selbui frei u'ee lasten korrneu.

Frankfurt a. M., den 23. Juni 1840.

Cs

Rcdaktcur: I. L. Hellcr. Druck und Vcrlag von Heller und Robm.

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Mittwoch, den 24. Juni

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Älles fühlt sich hoch beglücket,

Mann und Jüngling, Kind und Greis. Jeglicher hat sich geschmücket Zu des schönen Tages Preis,

Jener mit dem Blumenkränze,

Dieser mit dem Eichenzwekg,

Und im heitern Festesglanze Ist der Aermfte selber reich.

Darum haben wir auch heute.

Wo in Lust sich Alles regt,

Bei dem lauten Ruf der Freude Unser Festkleid angelegt,

Und im Feiertagsgewande,

Euch begrüßend, nahen wir, Ausftafsirt mit rosigem Bande Und mit wohlgewählter Zier.

Nehmet unfern Gruß! Er gelte Euch mn lieben Mainesstrand,

In des Spessarts Waldgezelte Und im weiten Hessenland,- Euch am Neckar und am Rheine, Wo der muntre Winzer wohnt,

Euch am Taunus, wo im Haine Nassaus Qucllennymphe thront!

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Freunde in der weiten Runde,

Bringt ein jubelnd Hoch dem Mann, Der durch seiner Forschung Kunde Eine neue Zeit begann,

Der zu neuen Wahrheitstempeln

Festen Grundstein hat gelegt.

Und mit seinen heil'gen Stempeln Neue Freiheit ausgeprägt!

Freunde! Lasset fort uns bauen,

Denn das Werk ist nicht vollbracht,

Und noch liegt auf deutschen Gauen Mancher Schatten alter Nacht;

Wohl noch manche Saat des Bösen Wuchert unheilbringend fort,

Wahn und Lüge zu entblößen,

Töne frei das Männerwort!

Deutsche Herzen, schlagt zusammen Heute am Johannistag!

Glühend all' in heil'gen Flammen Strebt dem hohen Ziele nach!

Fahnen wehen, Züge wallen;

Von den Thürmen tönt das Erz. Vorwärts! rufen wir Euch Men, Vorwärts! rufet jedes Herz.

Wilhelm Wagner.

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Gedruckt bet Heller und Stofcm auf einer Schnellpresse von König und Bauer. Kaleidvskrp-Etnsaffung aus der Schristgrcßcrei von Benjamin »Krebs in Frankfurt a. M.