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mit der Hand verrathen, und welcher nur erst auf einer Seite des Papiers ausgeführt ist. Ein treues j Facsimile dieses merkwürdigen Druckes macht seine Anschauung und Beurcheilung allgemein möglich.
> Ferner wird hier einer der ersten Drucker, und der erste zu Ulm, Ludwig Hohenwung, in seiner ! reichen Beziehung zu Kunst, Wissenschaft'und Geistesentwicklung während eines mehr als vierzigjährigen Wirkens j ! aufgezeigt, und zwar als Formschneider durch zum großen Theil bisher noch nicht beachtete Holzschnitte, welche einestheils den ersten aber besten Anfängen angehören, anderntheils noch vor Albrecht Dürer auf einer Höhe stehen, welche in Rücksicht auf Erfindung und Ausführung für jene Zeit von andern nicht erreicht ist;
sodann durch Drucke, die in einem Manne die Geschichte der Kunst von ihren rohesten Anfängen bis zu ihrer vollkommensten Entwicklung darstellen,
und endlich als Gelehrten in mehreren für Sprachforschung wichtigen Uebersetzungen, sowie ausgezeichnet durch seinen Anschluß an die humanistische Richtung und beginnende reformatorische Thätigkeit der edelsten Zeitgenossen. !
Diesen allgemeinen Werth der Geschichte der Buchdruckerkunst zu Ulm erhöht noch ein zum erstenmal voll- ! ständiges Verzeichniß der Jncunabeln, die aus Ulmischen Offizinen hervorgingen.
Ist somit dieses Werk jedem Freunde der großen deutschen Erfindung von Wichtigkeit, so kann es der Geschichtsforscher und Geschichtsfreund, der Bibliograph und Bibliothekar, der Gelehrte und der Künstler nicht vermissen, und wir brauchen kaum hinzuzufügen, daß wir Allem ausgeboten haben, um durch die Ausstattung wie durch die vortrefflich ausgeführten artistischen Beilagen, darstellend Proben Hohenwang'scher Holzschnitte und verschiedene Alphabete, dem Inhalte des Werkes in jeder Hinsicht zu entsprechen.
Das Titelblatt giebt ein getreues Bild der prachtvollsten Druckart jener Zeit, wogegen die Namen der geehrten Subscribenten auf einem in Stahl gestochenen, die Verdienste Ulms um die Typographie und Xylographie darstellenden Erinnerungsblatt eingetragen werden, und dadurch erhält das Werk für jeden Erwerber und seine Angehörigen noch ganz persönlichen Werth eines individuellen Denkmales.
Indem wir zur zahlreichen Abnahme dieser nach ihrem Inhalt höchst interessanten und durch ihre Ausstattung ausgezeichneten Jubelschrift Alle, soweit deutsche Zunge reicht, einladen und bei den resp. Buchhandlungen zu unterzeichnen bitten, behalten wir uns vor, obigen Preis von 3 Rthlr. oder 4 fl. 36 kr. später angemessen zu j
erhöhen.
Ulm, 1. Mai 1840.
Stettrn'sche Buchhandlung
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