Büsten und Sratuen aller bedeutenden Frankfurter Gelehrten und derjenigen unserer Mitbürger geschmückt werden, die sich um Cultur und Wissenschaft verdient gemacht haben, und wir hoffen, daß diejenigen Familien und Anstalten, in denen sich solche Denkmäler vaterländischen Geistes befinden, bereitwillig seyn werden, sie für diese feierliche Veranlassung und zur Ehre ihrer Originale herzuleihen. — Wer erinnert sich hier nicht mit Stolz, daß Deutschlands großer Dichter Goethe auch einer unserer Mitbürger, ein Frankfurter war, und wer sollte nicht wünschen, ihm an diesem Tage einen besonderen Ehrenplatz einzuräumen! Hierzu fände sich eine paffende schöne Gelegenheit, wenn die drei Verehrer dieses großen Mannes, welche ihm ein prachtvolles Standbild durch einen italienischen Meister fertigen ließen, das in der hiesigen Stadlbibliothek seinen Platz finden soll, die Enthüllung desselben auf den 24. Juni 1840 verschöben, und damit diesen festlichen Tag verherrlichten, indem sie dieselbe in unserem Ausftellungslokal veranstalteten. — Gewiß dieser feierliche Akt würde dem Feste eine Krone aufsetzen, und es steht von den liberalen Eigenthümern, von denen, wie wir zu hoffen berechtigt sind, sich Einige in unserer Mitte befinden, zu erwarten, daß sie diesem einen so vielfachen Zweck vereinigenden Ansinnen mit Freudigkeit entsprechen werden.
Was nun die ceremoniellen und geselligen Festivitäten betrifft, so wird das darüber entworfene Programm, welches wir Ihnen mitzurheilen die Ehre haben werden, das Nähere besagen, und behalten wir uns vor, dasselbe mit Ihnen gemeinschaftlich zu berachen und das Geeignete zu beschließen.
Es bleibt nun noch übrig, die Ausführbarkeit der ganzen Feierlichkeit und die zweckmäßige Leitung der einzelnen Abtheilungen derselben in Berathung zu nehmen, und es springt vor Allem ins Auge, daß ein so großartiges Fest nicht ohne bedeutende Kosten zu veranstalten ist. — Von Seiten der dabei zunächst betheiligten Corporationen ist, wie wir bereits in dem Einladungsschreiben gesagt haben, schon auf das thätigste dafür gewirkt worden, und es ist nicht zu bezweifeln, daß von dieser Seite eine namhafte Summe zur Verfügung gestellt werden wird. — Wir geben uns aber auch der zuversichtlichen Hoffnung hin, daß es uns von Seiten derjenigen Männer, die mit Geist und Herz unsere Idee auffassen und die hohe Bedeutung unseres beabsichtigten Festes zu würdigen verstehen, an den so nothwendigen Unterstützungen dazu ebenfalls nicht fehlen werde, zu welchem Ende wir eine freiwillige Subscription zu eröffnen gedenken. — Aber auch diese, so freigebig sie ausfallen dürfte, möchte vielleicht nicht ausreichen, und darum haben wir in Vorschlag gebracht, ein Fest-Album heraus zu geben und den Ertrag desselben ebenfalls für die Bestreitung der Kosten zu bestimmen. Dasselbe wird mehrere eigends dazu zu verfertigende Festgedichte enthalten, wozu sich die genialsten Dichter unserer Stadt mit einer dankenswerthen Bereitwilligkeit erboren haben, und denen sodann eine geschichtliche Darstellung und Beschreibung des abgehaltenen Festes beigegeben werden soll. — Dieses Album wird mit Sorgfalt, typographischem Geschmack und Eleganz gedruckt werden, was durch Mitwirkung und auf Kosten der sämmtlichen Frankfurter Schriftgießer, Typographen und Buchhandlungen geschieht, und man darf sich wohl mit Recht etwas Schönes und Gediegenes davon versprechen, da Frankfurt in typographischer Vervollkommnung stets ruhmvoll vorangegangen ist. — Es ist die Absicht, nur soviel Exemplare davon abzuziehen, als sich Subscribenten dazu finden werden und der Subscriptionspreis dafür wird späterhin festgesetzt; wer jedoch unsere beabsichtigte Festlichkeit entgegen kommend, mit einem namhaften Beitrag zur Bestreitung der Kosten und Verherrlichung des Ganzen unterstützt, der bekömmt ein Exemplar mit seinem Namen in Gold vorgedruckt, als