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q)Lüfst fleh daher diefen nordifchen Völkern ein eigenthürnücher Styl in den redenden * oder zeichnenden Künften zufchreiben: oder, find die Erfcheinungen, welche, das Mittelalter in den re­denden und zeichnenden Künften darbietet, nichts anders, als Modificationen des altern griechifch- xömifchen Kunftgefchrnackes, welche nach dem Verfall des römilchen Reiches durch die neue po- litifche, rehgiöfe und fittliche Eage jener Länder veranlafst wurden? und wenn letzteres ift:

3)Welches find a. die unterfcheidenden Merk­male der Produkte des Mittelalters, fowolil ift den redenden, als zeichnenden Künften ; b. welches ift die gefchichtliche Ordnung, in der fie auf einander folgen; c. welchen Einflufs hatte dabey die fchön- aviflenfchaftliche und Kunllkultur der Araber auf diejenige des abendlandifchen Europa; wann, und durch welche Kanäle ward cliefer Einflufs merklich; und durch welche Merkmale bezeichnet er fleh?

Alle Gelehrten, die ordentlichen Mitglieder der Akademie ausgenommen, werden eingeladen, fleh mit der Beantwortung diefer Preisfragen zu. befaßen. l)er Preis, der in einer goldenen Me­daille, fünfzig Dukaten an Werth, beliebt, wird der von der Akademie gekrönten Abhandlung zuerkannt. Die Abhandlungen müflen leferlich gefchrieben, dein beßändigen Sekretär der Akademie poftfrey zugefchikt werden. Diejenigen, die den Preis nicht erhalten, werden ihren Verfaßern nicht zurückge geben A fondern zur Nachweifung in dem "Archiv der Akademie auf bewahrt; weswegen man die Verfafler erfucht, eine Abfchrift davon einzu- behalten. r~-

Nuv die, bis zum iften MayOiefagter Jahre ein­gelaufenen Abhandlungen können auf den Preis Anfpruch machen; fpäterhin wird auf keine derlei- ben Rücklicht genommen.