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Diese Membran hängt weder mit der Aderhaut zusammen, noch verbindet sie sich mit der Netzhaut, ungeachtet sie schief auf dem Schwänze des Sehnerven aufsitzt. Sie ist sehr fein, sehr gefäßreich und mit dem schwarzen Pigmente bekleidet, fteht daher der Aderhaut in ihrer Bildung am nächsten. Die Gefäße kommen von einem eigenen Aste der Augen-Arterie, die so- viele Äste abgibt, als der Fächer Falten hat.
Sie dringt gerade in das Innere des Glaskörpers, wie ein Kiel, den man Hineingetrieben hätte, und liegr in einer senkrechten, schief nach vorne gerichteten Ebene. Wo sie sehr breit ist, reicht der Winkel von ihr, der der Hornhaut am nächsten, und wo sie sehr schmal, ihr ganzer vorderer Rand bis nahe an den unteren Rand der Linsenkapsel. In einigen Arten nähert sie sich dieser so sehr, daß es schwer zu entscheiden ist, ob sie sich nicht daray befestigt, wie z. B. beim Geyer, Storch, Truthahn. In andern Arten hört sie etwas früherauf und scheint sich an einige der zahlreichen Blätter zu heften, welche den Glaskörper in Zellen theilen. Sie ist bald in der dem Schwänze des Seh- Nerven paralellen Richtung breiter, bald in entgegengesetzter. 2» den meisten Arten sind die Falten abgerundet, im Strauß, Kasuar aber zusammengedrückt, schneidend und perpendikulär auf der Fläche der Membran, so daß sie eher einem kegelförmigen Beutel, als einer Membran gleicht, daher der Name, schwarzer Beutel.
Ihr Nutzen ist schwer bestimmbar. Nach Petit dient sie zur Aufsaugung schief einfallender Lichtstrahlen. Nach Home besitzt sie Muskelkraft, um die Linse der Netzhaut zu nähern, man bemerkt jedoch keine Muskelfasern.
Haller halt sie für eine blosse Stütze der Gesäße, die zur Linsenkapsel gehn.