. ..'-TT

62

Göttingische gel. Anzeigen

im kindlichen, im mannbaren und im hohen Al­ter statt?

Wie verändert sich diese Substanz im Weingeist, wie beym Frieren, beym Austrocknen, bey der Fäulniß, bey der chemischen Zerlegung? Welches sind ihre Bestandtheile?

Welches ist die specisi'sche Schwere derselben?

Welche krankhafte Veränderungen hat man bey dieser Substanz wahrgenommen?

Wie ist der eigentliche Zusammenhang dieser markigen Substanz mit der grauen beschaffen?

Was mag der eigentliche Zweck, oder der so­genannte Nutzen dieser Substanz seyn?

Alles Fragen die Hr. Dr. G. liegen läßt.

Laien, ja selbst sogenannte Professoren der Ana­tomie, welche jedoch den wahren Geist dieser Wis­senschaft nie erreichten, mögen diese Entfaltungs­manipulation anstaunen, sie mögen sich noch so sehr durch dieses ihnen glänzend scheinende Kunst­stückchen einer vermeintlichen Enthüllung der Ge­heimnisse des inneren Gehirnbaues blenden lassen, sie mögen sich einbilden zur Anschauung desselben gelangt zu seyn; wer den Bau des Gehirns wirk­lich hinreichend kennt, kann Hn. Dr. G. unmög­lich beystimmen. Gewiß kein Brugmanns, kein Bonn, Monroe, Cooper, Cline,Jones, Baillie, kein John und Charles Bell, kein Portal, kein Scarpa, Mascagni, Caldani, kein Ebel, kein Wrißberg, weder Fischer zu Kiel noch zu Moskau, weder Lud­wig, noch Tiedemann u.A. können ihm zuge­ben, daß eine solche Entfaltung zur näheren Kennt- niß des Gehirns auch nur das mindeste beytrage.

Den Hn. Dr. G. zurückzubringen darf man um so weniger sich träumen lassen, als er in Ge­genwart Mehrerer laut erklärte: kein Gott würde ihn mehr von der Idee, daß dieß eine wahre

z3m-