Das Athmcn. 189

ein. Hinter dem Ribbenftll eines lebendigen vierfußigen Thiers, oder eines Leichnams, sieht man augenscheinlich die bloße Lunge durch keinen Zwischenraum von ihm getrennt. Durchbohrt man die Ribbenhaut, so zieht sich die Lunge, sobald sie von der Luft berührt wird, gegen das Rückgrat zurück. Bei den Vögeln aber schickt die Lunge, die große Lö­cher.hat, die Luft in die Hole der Brust: Aber bei ihnen ist auch zwischen der Lunge und der Ribbenhaut ein deut­licher Zwischenraum, der gleichfalls bei den vierfüßigen Thieren deutlich seyn würde, wenn die Lunge sich in einer Entfernung von der Ribbenhaut befände. Große Wun­den , die die Luft in eine von den Brusthölen treten lassen, schwachen das Athmen, unterdrücken es, wenn die Luft in beide Holen gerath. Eine Brusthöle, die man unterm Wasser öffnet, stößt kein LuftblaSchen durchs Wasser aus 7 8 ), allein bei Vögeln wol, wo in der Brusthöle Lust ist. Den Raum, den man sich zwischen der Lunge und Brust vorstellen muß, füllt ein Dunst oder ein Wässer­chen aus. Hangen die Lungen der Ribbenhaut an, so

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austreten könne. Bei Vögeln aber, die sich weniger über die Erde er­heben, geht die Luft in weniger Knochen. Es ist ganz artig zu sehen, wie die Luft, die man durch die Luftröhre einbläst, durch einen zerbrochnen Arm - oder Schenkel- knochen, mit einem in Schaum verwandelten Blut heraustritt, und umgekehrt durch das Loch eines solchen Knochens eingebla- sen die Lungen ausdehnt. Auf eine gleiche Art habe ich Quecksil­ber, das ich in das Loch eines sol­chen zerbrochnen Knochens brach­

te, zu-den Lungen herauskommen gesehen.

78) Ob ich gleich diesen ganzen T. k

Streit lweder erneuern, noch über Ity-

mich nehmen will, so ists doch nicht ^ „k/Ä überflüssig, hier eines Versuchs zu . 0( erwähnen, den ich oft an tvdtge- ^ bohrnen Kindern wiederholt habe; so oft ich ncmlich die Brust von solchen frischen,noch gar nickt von Fäulniß ergriffenen Körpern un­term Wasser öffnete, habe ich nie­mals irgend ein Lüftbläschen her- vortreten gesehen.

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