162 Die Absonderung.
wasvondenfeinern bei sich zu haben) nicht erzeugt werden zu können: wie geht es also zu, daß nach Wegschaffung des überflüßigen Wassers, Saamen, Galle, Oel, Schleim, die ihnen eigene Zähigkeit und andere Eigenschaften er- halten?
H. 229. Die Natur bildete also große und kleine Drüsen, und drüsigte Säckchen für die Safte, von denen Wasser geschieden werden sollte, damit der Rest zäher, ungemischter bleibe. Ein Wasser, das nur wenig schleimige ist, nur noch wenig von der ausdünstenden Materie und den Thranen verschieden ist, wird in die Hohldrüsen der Nase, der Luftröhre und Eingeweide abgeseht. Dieses Schleim- wasser wird nicht sogleich weggeschafft, weil die herauslassende Mündung kftiner als das Hohldrüschen ist (196),der j Ausführungsgang bisweilen lang und fein, bisweilen zu j wiederholten malen gebogen ist, oder durch ein festes Zellge» ! webe gehen muß, oder von einer einem Schließmuskel ahn- ! lichen Kraft geschlossen wird, und den Saft aufhält, daß er nicht herausgehen kann, wenn er nicht von anders woher gedrückt wird, oder nicht etwan das Hohldrüschen durch die Menge und Schürfe gereizt wird, und durch eine wurmförmige Bewegung den ihm beschwerlichen Saft ausdruckt. Dieses beweißt die morgendliche Ausschneuzung, Ausführung des Lungenschleims und das Niesen nach nächtlicher Stockung dieses Schleimwassers. Indessen saugen die in derHöhle des drüsigtenSackchens befindliche offeneVenen*) vom dünnen Schleim das Wasser, damit er sich desto mehr verdicke, je langer er zurücke gehalten wird. Schafft ihn die Kraft eines Reizes sogleich, nachdem er abgesondert ist, heraus,
# ) Linsaugen-e Gefäße, bg.