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150 Die Absonderung.

der durch feine Gänge oder Löcherchen c), ohne ein drüsigt Säckchen, heraus. Aber das Ohrenschmalz und die Hauk^ schmiere wird durch Drüsen von verschiedener Art abgeson­dert. Mehrere dieser Schmeer - oder Talgdrüsen erscheinen mit ihrer Mündung dem bloßen Auge auf der Haut, und haben keinen gar langen Auöführunqsganq, wie z. B.an den äußern Ohren, den weiblichen Wasserlefzen , der Ver­tiefung zwischen diesen Lefzen und den Schaamlippen, der Vorhaut der männlichen Ruthe, des K itzlers, und dein Rin­ge um die Brustwarze. Diese sind von den Hohldrüsen (*05) nicht sehr verschieden, ausser in der Materie, die sie absondern.

2io. Andere Talgdrüsen haben einen Ausfüh- kungsgangvon einiger Länge, wie fast alle Drüsen, die un­ter der Haut und im Zellgewebe liegen, nothwendig einen Gang erhalten musten, der die Haut durchbohrt. Dies ist bekanntlich der Fall im Gesichte, wo einen von der Lange des Gangs das ausgedruckte Würmchen überzeugt, welches durch seine Größe beweißt, daß hinter der feinen Ocssrrung eine Hohldrüse liege.

§. 211. Andere Talgdrüsen endlich sind von der im 2v8tcn§. angeführten Art, wo viele Talghöhlchen mit ihren seinen Oeffnungen, in einem einzigen großen Ausführungs­gang Zusammenkommen. So sind im Gesichte hin und wie­der größere Löcher vielen Talghöhlchen gemeinschaftlich. So

ver-

e) Die sogenannten Port schei­nen ; indem man sie durch nichts zuverläßig erweislich machen kann; da die Haut weil richtiger dazu be­stimmt zu seyn scheint, die unter ihr befindlichen Feuchtigkeiten in ihren Stellen ffeß zu halten, als ihnen ein schädliches Durchschwi­

tzen zu gestatten; da mit ihnen Was­sersucht und ödematöses Anschwelr len würklich kaum, wre Lnük- schanks bemerkt, erklärt werden können; eher eingebildete als würk- liche Oeffnungen derHautkzu ftyn, vhnerachtetman unaufhörlich da­von hört und spricht. Nt.