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Die Absonderung.

Wassers Venen *), die den aushauchenden Arterien ähn­lich sind, einsaugen. Dies lehrt der Bau der einfachen Hohldrüsen der Zunge, an denen man sowol die ausführen« de Mündung, als die Löcherchen ( xoros ), wodurch der Saft einströmt, sogar mit bloßem Auge sehen kann: die Röhren in den Magen der Vögel, wo ganz deutlich eine ab­sondernde Zotte in die Hole herunterhangt, die Einsprü- hung, wo Wachs ungefärbt in die einfachen Drüsen auö- tritt.

H. 225. Diese Hohldrüse mag nun lang seyn, oder aus einer 71 ) runden Drüse bestehen, so hat sie eine aus- führende Mündung, die meist ziemlich weit ist, doch so, daß sie bei den runden Drüsen nicht viel größer, als die Hölung derDrüse ist. Diese Mündung öffnet sich nicht selten un- ; mittelbar in die gemeinschaftliche große Hole, in die derSaft ergossen werden soll. So verhalt sichs auch auf dem Rücken I der Zunge, desgleichen mit den einfachen Drüsen des Ma­gens und der Eingeweide. Rutsch nannte sie cryptae (Hohldrüsen ). Oft haben die länglichen Hohldrüsen(finus) dieselbe Einrichtung, daß sie sich ohne einen andern Gang öffnen, wie z. B. in der männlichen Harnröhre.

§. 226. Eine andere Art dieser Drüsen ist, wo viele einfache Hohldrüsen in einer gemeinschaftlichen Hülle ausge­nommen werden, und sich mit ihren weiten Mündungen ohne einem wahren Ausführungsgang in eine gemeinschaft­liche Schleimhöle öffnen,dies ist der Fall bei den Mandeln. Man nennt sie zusammengeleimte ( conßlutinLtLe).

§. 207.

*) Nicht Blutvenen,sondern ein- fangende Gefäße. Sg.

71) Bei der Verletzung der Krankheitsmaterien setzt die Natur eine ganz fremdartige Materie in

die Hohldrüsen ab, wieB. die sogenannten inner» Pocken, der Nase, des Schlundes, der Luft­röhre, der Eingeweide.