£ r )l fl '
148
Die Absonderung.
Wassers Venen *), die den aushauchenden Arterien ähnlich sind, einsaugen. Dies lehrt der Bau der einfachen Hohldrüsen der Zunge, an denen man sowol die ausführen« de Mündung, als die Löcherchen ( xoros ), wodurch der Saft einströmt, sogar mit bloßem Auge sehen kann: die Röhren in den Magen der Vögel, wo ganz deutlich eine absondernde Zotte in die Hole herunterhangt, die Einsprü- hung, wo Wachs ungefärbt in die einfachen Drüsen auö- tritt.
H. 225. Diese Hohldrüse mag nun lang seyn, oder aus einer 71 ) runden Drüse bestehen, so hat sie eine aus- führende Mündung, die meist ziemlich weit ist, doch so, daß sie bei den runden Drüsen nicht viel größer, als die Hölung derDrüse ist. Diese Mündung öffnet sich nicht selten un- ; mittelbar in die gemeinschaftliche große Hole, in die derSaft ergossen werden soll. So verhalt sichs auch auf dem Rücken I der Zunge, desgleichen mit den einfachen Drüsen des Magens und der Eingeweide. Rutsch nannte sie cryptae (Hohldrüsen ). Oft haben die länglichen Hohldrüsen(finus) dieselbe Einrichtung, daß sie sich ohne einen andern Gang öffnen, wie z. B. in der männlichen Harnröhre.
§. 226. Eine andere Art dieser Drüsen ist, wo viele einfache Hohldrüsen in einer gemeinschaftlichen Hülle ausgenommen werden, und sich mit ihren weiten Mündungen ohne einem wahren Ausführungsgang in eine gemeinschaftliche Schleimhöle öffnen,dies ist der Fall bei den Mandeln. Man nennt sie zusammengeleimte ( conßlutinLtLe).
§. 207.
*) Nicht Blutvenen,sondern ein- fangende Gefäße. Sg.
71) Bei der Verletzung der Krankheitsmaterien setzt die Natur eine ganz fremdartige Materie in
die Hohldrüsen ab, wieB. die sogenannten inner» Pocken, der Nase, des Schlundes, der Luftröhre, der Eingeweide.