146 Die Absonderung

5. 20i. Die Körnchen scheinen daher aus Arterien und Venen zusammengesetzt zu seyn,die sich zu wiederholtenma- Icn theilen, und durch vieles Zellgewebe, das sich zwischen dem Gefäßnetze befindet/ verbunden werden, bis sie durch alb mälige Verdick^ung dieses Zellgewebes endlich eine ründ- siche Gestalt annehmen. Hievon zeugen die Lungenlappm, die Brustdrüselappen , der Bau der Insekten, und vor­züglich des Hodens, wo ganz offenbar die Lappen, aus de­nen sie bestehen, Ausführungögefäße sind, die durch eine weiche Membran zu Bündel vereinigt werden. Ins Zell­gewebe aber der Drüsen scheinen die Safte nicht ergossen zu werden, weil von dort aus entweder gar kein Weg, oder nur ein sehr beschwerlicher in dem Ausführungsgang vor­handen ist. Endlich lehren die neuesten Bemühungen an­gesehener Zergliederer, daß die wahren Elemente der Ein­geweide aus den kleinsten cylindrischen und weißen Gefäs- sen bestehen, und hoffentlich werden wiederholte Versuche dies bestätigen. *

§. 2O2. Ein dünner, nicht einzudickender Saft, der doch nicht verdünstet, sondern wäfferigt ist, wird an an­dern Stellen, ohne körnigte Drüsen erzeugt. So wird der Urin offenbar aus rothen Arterien in häutige Röhren, die ununterbrochen aus ihrem Fortgang entstehen , abge- setzl; ferner nimmt diesen Weg auch gar leicht künstlich eingebrachte Luft, Wasser, oder Quecksilber. Und so scheint stch's auch (doch ist es nicht ganz ausges macht,) mit dem Saft zu verhalten, der im Gehirn abgesondert wird.

§. 203. Die dritte Klaffe von Saften, dieschleimare tige (192.), wird fast allenthalben üus Holen, oder hohlen

Drüsen