Die Absonderung. 141

einer ausdünstenden Flüssigkeit gemischt, eine zarte Salbe bildet, die überaus geschickt ist, die Knorpel schlüpfrig zu erhalten, und die Reibung zu mindern. Zur Absonde­rung dieser Feuchtigkeit hat die Natur körnigte Drüsen von besonderen: Bau bestimmt, welche in den rauhen Grüb­chen der Gelenke so zu liegen pstegen, daß sie mäßig zu- sammengedruckk, aber nicht geguetstbet werden können. -

§. 196, Diese/Drüsen haben einen eigenen Bau/ nemlich größere Päckchen von Körnern hängen in Fett ge­hüllt, mit einer breiten Grundfläche an Knochen; verdün­nen sich zu einem scharfen zackigt en Rande, und geben aus diesem feinen Umsang ihre Flüssigkeit ab, durch offne, mir aber do ch nicht h inlänglich deutliche, Gänge. Andere kleinere Drüsen, die hin und wieder in den Scheiden der Sehnen und zwischen den auseinanderfahrenden Fibern der sehnigten Gelenkkapseln liegen, scheinen fast von der Art der einfachen Drüsen zu seyn, und strotzen von einem gelben schleimigten Blutwasser.

§. 197. Die nicht gerinnbaren Flüssigkeiten (189) der erster^ Art werden auf dieselbe Weise wie die gerinn­baren (188) abgesondert, nemlich durch aushauchendL Arterien, die doch ohne ein dazwischen befindliches Säck­chen aus den rokhen Arterien entstehen. Durch die Ge-- faße, die die unmerkliche Ausdünstung verrichten, die einLn. Theil der Thranen, und die^.die^väsiexigte Feuchtigkeit des Augs erzeugen, schwitzt fo Wasser oder

von xmm . dünnes leim auf eine solche Art aus, daß dar­über kein Zweifel übrig bleibt. Auch die Natur dieser Ar­terien ist reizbar, so, daß sie, wenn sie von einer Scharfe berührt worden, in einer gegebenen Zeit viel mehrere Feuch­tigkeit als im gesunden Zustande absondern.

§.