133 Die Absonderung.

chm i>), und nach dem Tode in eine dicklicbte Gallert zusanft men gehen. Hieher gehöret die Feuchtigkeit oder der Dunst der Gehirnhölen, des Herzbeutels, des Brustfells, des Bauchfells, der Scheidenhaut des Hodens, das Schaaft waffer, der Ge-enksaft, die Feuchtigkeit der Nierenkap- seln .*), vielleicht auch der Gebahrmutter 6), der Ma­gensafts Darmsaft, und endlich die gemeinhin sogenann­te Lymphe.

§. 189. Die Zweite Klasse begreift Flüssigkeiten, die theils auf eben die Art ausdünften, aber einfacher als die vorigen (188.) und waßrigter sind, und weder durchs Feuer noch Weingeist gerinnen; theils nicht ausdünsten, sondern in eigene Ausfühnmgsgänge abgescht, und durch die gemeinschaftliche Oessnung irgend einer Drüse an ihren hestimmten Stellen ausgeführt werden. Zur ersten Art

gehört

den blos schleimigten Gästen kann «r zuverlässig nicht gerechnet wer­den; denn, ob er gleich Schleim enthält, so zeigen doch sein beson­derer ihm eigenthümlicher Geruch, fein Gewicht, und die in ihm sich Endenden Thierchen, daß er aus Dielen andern Säften gemischt sey.

Meine dritte Llaffe enthält ge­wisse hypothetische, gemeiniglich zu den Flüssigkeiten gezählte Körper, deren Ort und Beschaffenheit uns -iS jetzt noch verborgen ist. Ich rechne hieher die elektrische Mate­rie der Thiere, den Magnetismus; Pas Principium der Nerven.

d) Die Vorstellung von Dunst ist wol in verschlvßnen Hölen un­richtig und von dem Anschein her- genommen, den die bei lebenden

oder frisch geschlachteten Thiere» geöffneten Hölen daröieten; sie stießen gewiß im Leben in Gestalt einer wahren Feuchtigkeit aus de» Enden der Gefäße; nur sammlet sich die Feuchtigkeit nicht an, weil sie sogleich von den lympha­tischen Gefäßen wieder eingeso­gen wird. M.

*) Ist doch wol nicht gusge- macht. Sg.

68) Wie wir nicht bei allen ge­rinnbaren Säften dieselbe Be­schaffenheit beständig finden, '.daß sie nemlich in eine dicklichte Gal­lert übergehen, so kan» dies auch nicht vom Schaafwasser im Allge^ meinen gesagt werden: denn mei­ne Versuche haben bewiesen, daß es oft wie Wasser "ohne sichtbare Gallert verfliegt.