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der Arterien. 129

spiel, Wasser mit Del vermischt. Ferner rundet die Wal­zung und das wechselseitige Aneinanderreiben, die Btut- theilchen zu einer Kugelform, indem sie die höckrichten, un- gestalten Theilchen nach Abschleifung der Ecken einer Kugel­gestalt näher bringt. Dasjenige aber, was von der rauhen Oberfläche der unförmlichen Bluktheilchen abgericben wird, niiumt durch eben die Reibung, Radbewegung, und kreisför­mige Mündung der kleinern Canäle eine runde Beschaffenheit an. Daher gerinnt das Blut kurz vor dem Tode, wenn aber die Bewegung deö Herzens wieder erwacht, kömmt die Flüssigkeit,die dasBlut verlohren hatte, wieder, wie man dar­über Versuche an lebendigen Thieren gemacht hat. Verur­sacht aber die Bewegung des Bluts, und die daher rührende Dichtigkeit auch die rothe Farbe e *), da sie meist in glei­chem Verhältnis milder Dichtigkeit steht, und durch gleiche

Ur-

65) Nicht einmal die von sehr an- gesehenenGeseUschaften derWissen- schäften ausgesetzten Preise sind hinreichend gewezen, um tue wahre Ursache der Röthe des Bluts her­auszubringen. Vorzüglich haben sich bis jetzt ausgezeichnet,die Mcy- uung, daß das EisenAnrheil hätte, durch die Versuche von Menghmr und Sterne, dieMeynung von dem Einftuß eures Grundtheils der Luft durch die Bemühungen von Priest­ley , die Meynung eines Weigels und andrer Scheideküustler,daß sie ron einerVerbindung der entzünd­lichen Materie mitLnstfäure kom­me. Jede dieser Hypothesen hat ihre Schwierigkeiten. Könnte man

Hallers phyflol.

in der Blutmasse eine solche Menge von Eisen darthun, als zum Färbe» f. von dreyßig Pfunden, und zum Hervorbringen einer solchen Art von Röthe, als der rothe Bluttheil zeigt, erfordert wird, so würde ich blos im Eisen, das im Blut enthal­ten ist, die färbende Ursache suchen.

Allein die Menge desselben ist zu ge­ringe, und auch eine reichlichere Gabe von Stahlmittelu in der Heilkunde begünstigt diese Hypo­these nicht. Viel wahrscheinlicher ist also die Meynung, daß ein aus der Luft und den Speisen kommen­der Grundtheil, der sich mit der metallischen Materie verbindet, und durch die thierischsn Kräfte viP

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