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dev Arterien.
den ist, einen kleinen, die Leere der Arterie und eine kleinere vom Herzen abgeschickte Welle. Ein harter Puls zeigt eine Hinderniß, Reiz, oder vermehrte Kraft des Herzens mit dickerm Blute, oder mit einer steifern, oder verstopften Arterie, an. Der schnelle eine Hinderniß, und ein sehr empfindliches und reizbares Herz. Am besten fühlt man ihn, wo eine Arterie bloßliegt, oder am Knochen fortgeht: allein Verstopfungen machen, daß man bisweilen an ganz ungewöhnlichen Stellen den Puls spürt.
§. 167. Ein jedes Thier hat einen desto seltnem Puls, je größer es ist, weil das Herz sowol verhältnißmaßig kleiner, als auch zugleich mit dem ganzen übrigen Körper minder reizbar, als bei einem kleinern Thiere ist, weil es das Blut in eine größere Entfernung forttreiben muß, und die Vermehrung der Reibung größer zu seyn scheint, als die vermehrte Kraft des Herzens. Daher find kleine Thie* re sehr gefräßig, große Thiere, wie der Wallfisch und Elephant, fressen wenig. Bei einem erwachsenen Menschen bemerkt man des Morgens wenigstens 65, des Abends bis 80 Pulse in einer Minute, die Nacht durch wieder weniger, bis sie allmälig wieder auf die Anzahl des vorigen Morgens, zurückkommen. Denn die Bewegung der Muskeln, die Würkung der innern und äußern Sinne, die Wärme der Luft, Speise und Trank treiben das venöse Blut nach dem Herzen, daher ein häufigerer Reiz, und mehrere Zusannnenziehungen kommen. Dies ist auch die Ursache der gegen Abend eintrete nden Verschlimm erung in allen Fiebern. Der Schlaf hält das Blut und jede Be- wegung auf.
§. 168. Der häufige Puls ist vom schnellen verschieden, denn er kann zugleich schnell und selten seyn. Aber
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